Mit einem neuen System der Unternehmensstatistiken will die amtliche Statistik die Datenqualität erhöhen und die Wirtschaft entlasten. Geplant ist die Vereinheitlichung von Konjunktur- und Produktionsdaten bis 2026.
Harmonisierung von 26 Statistiken
Das Projekt „SysdU“ zielt darauf ab, die Vielzahl an Unternehmensstatistiken zu reduzieren und zu vereinheitlichen. Statt bisher 26 einzelner Statistiken sollen künftig nur noch drei umfassende Systeme die wesentlichen Wirtschaftskennzahlen abdecken. Dieses Vorhaben wird von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder vorangetrieben.
Entlastung der Unternehmen
Ein zentrales Ziel des neuen Systems ist die Entlastung der Unternehmen von Meldepflichten. Durch die digitale Datenerhebung wird nicht nur der Aufwand für die Betriebe verringert, sondern auch die Konsistenz und Qualität der gesammelten Daten verbessert. Damit wird eine zuverlässige Grundlage für wirtschaftspolitische Entscheidungen geschaffen.
Begleitendes Expertengremium
Das Projekt wird von einem hochkarätigen Expertengremium begleitet, das am 8. und 9. Juni 2026 zu seiner ersten Sitzung zusammentrat. Zu den Mitgliedern gehören Fachleute von Wirtschaftsforschungsinstituten, der Bundesbank, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Walter Radermacher, ehemaliger Präsident des Statistischen Bundesamtes, leitet das Gremium.
Die geplante Testerhebung bei über 100 Firmen soll ebenfalls im Jahr 2026 starten und wichtige Erkenntnisse zur Praktikabilität und Akzeptanz des neuen Systems liefern. Dies ist ein entscheidender Schritt, um sicherzustellen, dass die Anpassungen der Unternehmensstatistiken den Bedürfnissen der Wirtschaft gerecht werden.

