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DIHK fordert G7 zu handlungsstarkem Handel auf

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Mit dem G7-Gipfel in Évian ruft der DIHK zu entschlossenem Handeln auf. Angesichts der aktuellen Handelskrisen erwartet die deutsche Wirtschaft von den G7-Staaten klare Maßnahmen zur Sicherung essenzieller Güter.

Wirtschaft fordert Führungsstärke von den G7

Zum Auftakt des G7-Gipfels am 15. Juni in Évian hat der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, die G7-Staaten zu einer aktiven Rolle im internationalen Handel aufgefordert. Angesichts zunehmender Verwerfungen, insbesondere aufgrund der Krise im Nahen Osten, ist es laut Treier entscheidend, die Engpässe bei essenziellen Gütern wie Lebensmitteln, Medizin, Energie und kritischen Rohstoffen nicht weiter zu verschärfen.

Handelshemmnisse sollen abgebaut werden

Treier fordert die G7 auf, gezielt Handelshemmnisse abzubauen, sowohl bei Zöllen als auch bei strategischen Abhängigkeiten, die kritische Rohstoffe und andere wichtige Vorleistungen betreffen. „Wirtschaftssicherheit entsteht durch Diversifizierung, verlässliche Partnerschaften und offene Märkte, nicht durch zusätzliche Beschränkungen“, betont Treier. Ein gemeinsames Vorgehen sei notwendig, um die Wettbewerbsbedingungen zu verbessern und gerechte Handelspraktiken zu gewährleisten.

Kampf gegen unfaire Handelspraktiken

Besonders im Hinblick auf unfaire Handelspraktiken müsse sich die G7 entschlossen positionieren. „Chinesische Überkapazitäten, Exportbeschränkungen und erzwungener Technologietransfer verzerren den globalen Wettbewerb und setzen viele Unternehmen unter Druck“, erklärt Treier. Erneut wird die Notwendigkeit gemeinsamer Maßnahmen betont, die sowohl Marktverzerrungen begegnen als auch fairen Handel ohne Benachteiligung einzelner Branchen fördern.

Im Zollbereich lägen bedeutende Potenziale für eine engere Zusammenarbeit, insbesondere hinsichtlich der Flut von Kleinwarensendungen aus Drittstaaten. Diese Maßnahmen könnten bestehende Ungleichgewichte korrigieren und die Wettbewerbsfähigkeit des stationären Handels stärken. Zudem fordert Treier eine Weiterentwicklung der Welthandelsorganisation (WTO). Die Implementierung des WTO-Abkommens zum elektronischen Handel und neue plurilaterale Vereinbarungen sollen dazu beitragen, den regelbasierten Welthandel zukunftsfester zu gestalten und unnötige Lieferengpässe zu vermeiden.

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