Vorstandsmitglied Prof. Dr.-Ing. Volker Droste im Interview über die Zukunft der Architektur und die Ziele des mit 30.000 Euro dotierten Wettbewerbs
Realisierte Projekte aus dem Nordwesten gesucht
Die OLB-Stiftung vergibt den OLB Preis Bauen und Nachhaltigkeit und die Zeit für eine Bewerbung läuft ab: Noch bis Dienstag, 30. Juni 2026, können Projekte eingereicht werden. Prämiert werden realisierte Bauwerke und Freianlagen, die zwischen dem 1. Juni 2021 und dem 30. Juni 2026 im Nordwesten Deutschlands fertiggestellt und der Nutzung übergeben wurden. Der Schwerpunkt liegt auf Nachhaltigkeit. Das Preisgeld beträgt insgesamt 30.000 Euro. Die Jury tagt Ende August, die Preisverleihung ist für November 2026 geplant. Weitere Informationen zur Auslobung sind unter www.olb.de/ueber-uns/die-bank/engagement-region/olb-stiftung/olb-preis-bauen-und-nachhaltigkeit abrufbar.
„Nachhaltigkeit wird zur Selbstverständlichkeit“: Drei Fragen an Prof. Dr.-Ing. Volker Droste
Prof. Dr.-Ing. Volker Droste ist Architekt aus Oldenburg, Honorarprofessor an der Jade Hochschule Oldenburg und Mitglied des Vorstands der OLB-Stiftung. Im Gespräch erklärt er, warum der Preis wichtig ist und was ihn an der jungen Architektengeneration optimistisch stimmt.
Herr Prof. Droste, wie stehen Sie zum Thema nachhaltiges Bauen im Hinblick auf die Zukunft der Branche?
„Vermutlich und hoffentlich werden das nachhaltige Bauen und die Schaffung von ebenso nachhaltigen Freiräumen schon bald noch mehr zur Selbstverständlichkeit für alle aktiv wie passiv Beteiligte. Nachhaltigkeit ist dann ebenso essentiell wie gute Gestaltung, sinnvolle Konstruktion, wirtschaftliche Materialwahl, geringer Flächenverbrauch und lange Lebensdauer der Bauwerke – die als wichtige Merkmale guter und lebenswerter Architektur gelten.“
Wo sehen Sie die Architektur in zehn Jahren?
„Ich nehme zunehmend mehr sehr engagierte, gut ausgebildete, erstaunlich erfahrene und zielorientierte junge Kolleginnen und Kollegen wahr. Es gibt daher auch zunehmend erfreulich viele Projekte und realisierte Bauten wie Freiraumkonzepte mit neuen Qualitätsmerkmalen. Das Bauen wird verantwortlicher. Die guten, neuen Beispiele für eine verantwortungsvolle Sicht auf die gebaute Umwelt nehmen glücklicherweise zu. Also kurz und knapp: auf weit besserem Kurs als vor zehn Jahren noch.“
Wer sollte sich bewerben und worauf achtet die Jury besonders?
„Bewerben sollten sich alle, die die Möglichkeit hatten, kleine oder große, aber insbesondere gute, nachhaltige, wichtige, sozialwirksame, einfache, überzeugende, innovative, langlebige und schöne Projekte in letzter Zeit umsetzen zu können. Und auf diese Merkmale und Eigenschaften achtet dann die Jury besonders.“

