Gespinstmotten vs. Eichenprozessionsspinner erkennen

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Das Ordnungsamt Rhede erhält aktuell vermehrt Hinweise auf vermeintliche Nester des Eichenprozessionsspinners. Bei Kontrollen stellte sich jedoch häufig heraus, dass es sich um Gespinstmotten handelt, die keine Gefahr für Menschen und Tiere darstellen.

Unterscheidungsmerkmale beider Raupen

Die Gespinstmotten und der Eichenprozessionsspinner werden oft miteinander verwechselt, was zu unnötigen Fehlalarmen führen kann. Um die beiden Arten sicher zu unterscheiden, gibt es einige wesentliche Merkmale, auf die sowohl Anwohner als auch Experten achten sollten.

Lebensraum und Raupe

Die Gespinstmotten, darunter die Ginstermotte, sind häufig an Sträuchern, Hecken und Obstbäumen zu finden. Im Gegensatz dazu befallen die Raupen des Eichenprozessionsspinners ausschließlich Eichen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Erscheinung der Raupen selbst. Während die Gespinstmotten nur spärliche Haare aufweisen, besitzen die Raupen des Eichenprozessionsspinners lange, feine Haare, die Nesselgift enthalten. Diese Haare können schmerzhafte allergische Reaktionen auslösen.

Das Gespinst im Detail

Die Gespinste der Gespinstmotten glänzen silbrig und sind oft an kahlgefressenen Ästen und Zweigen zu beobachten. Im Gegensatz dazu sind die Verpuppungsgespinste des Eichenprozessionsspinners erst später im Jahr sichtbar und befinden sich direkt am Stamm der Bäume. Die Gespinstmotten sind vor allem bis Juni aktiv, während die ersten Falter bereits Anfang Juli schlüpfen.

Um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, nimmt die Stadt Rhede die Meldungen über Eichenprozessionsspinner sehr ernst. Es wurden bereits bekannte Hotspots identifiziert und vorbeugende Behandlungen durchgeführt. Erscheinen Nester an sensiblen Orten wie Spielplätzen oder Kindergärten, beauftragt die Stadt Fachfirmen mit der Beseitigung.

Bürgerinnen und Bürger können Nester des Eichenprozessionsspinners auch online über die Webseite der Stadt Rhede melden. Weitere Informationen zu den Gespinstmotten sind auf der Website des Naturschutzbundes NRW erhältlich.

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