Oliver Klemet gewinnt Knockout Sprint beim Weltcup-Finale – Lea Boy sichert Rang drei in der Gesamtwertung

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Die Entscheidung, das Höhentrainingslager in der Sierra Nevada (ESP) für zwei Wettkampftage kurz zu unterbrechen, hat sich grandios ausgezahlt. Denn Freiwasserschwimmer Oliver Klemet gewann beim vierten und letzten Weltcup in Setúbal (POR) den Knockout Sprint. Der 24-Jährige von der SG Frankfurt setzte sich am Sonntag in überlegener Manier vor Gregorio Paltrinieri (ITA) und Marc-Antoine Olivier (FRA) durch und fährt nun sicher mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zusätzlich zu den Europameisterschaften nach Paris (FRA/31. Juli – 16. August). Klemet hatte sich im Frühjahr für insgesamt acht EM-Rennen in Freiwasser und Becken qualifiziert.

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„Ich hatte einen guten Start, war schon über 1500 und 1000 vorn dabei. Das gab mir das gute Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. In der letzten Runde habe ich dann versucht, jeglichen Körperkontakt zu vermeiden und als Erster um die erste Boje zu kommen, und dann das ganze Rennen anzuführen, das hat sich als Taktik bewährt“, analysierte der Olympiazweite von 2024 nach seinem beeindruckenden Start-Ziel-Sieg bei dem im Vorjahr neu eingeführten Eliminationsrennen. „Die Weltcupserie lief bislang nicht so gut, aber das war nun wirklich ein gutes Ende für mich.“

Oliver Klemet nach Armbruch auch im Freiwasserschwimmen wieder in Topform

Beim Freiwasserschwimmen sprangen bislang auch deswegen nicht die gewohnten Top-Platzierungen heraus, weil sich Klemet nach den WM-Erfolgen 2025 in Singapur (Staffelgold und Platz vier über 10km) bei einem Fahrradsturz den Arm gebrochen hatte. Vier Wochen lang trug er anschließend Gips, sieben weitere Wochen durfte der Arm im Training nicht belastet werden. „Ich habe deswegen so viel Beine trainiert wie noch nie“, verriet Klemet. Im Becken verhalf ihm dieser neue Reiz zuletzt schon zu neuen Bestzeiten, nun gehörte er auch im welligen Atlantik wieder zu den Besten der Welt. „Das gibt Rückenwind für die weitere EM-Vorbereitung“, meinte Klemet. Vierfach-Weltmeister Florian Wellbrock (SC Magdeburg) erreichte am Sonntag ebenfalls die Finalrunde des Knockout Sprints und wurde Zehnter.

Bei den Frauen konnte sich Lea Boy über ein weiteres Topergebnis freuen. Die 26-Jährige vom SV Würzburg 05 wurde im Knockout Sprint erneut Vierte. Jeannette Spiwoks (SG Essen) belegte beim Comeback nach zehnmonatiger Wettkampfpause Rang 17. Den Sieg sicherte sich erneut Weltcup-Gesamtsiegerin Moesha Johnson (AUS) vor Bettina Fábián (HUN) und Ichika Kajimoto (JPN).

Australierin Moesha Johnson gewinnt in dieser Saison alle 10km-Rennen

Als Vierte des 10km-Rennens am Samstag hatte Lea Boy erfolgreich Rang drei in der Weltcup-Gesamtwertung verteidigt. Lediglich 18,1 Grad betrug die Wassertemperatur an der Atlantikküste, als die Frauen am Mittag ihr Rennen starteten. Boy hielt im gesamten Rennverlauf direkten Kontakt zur Spitze, im Zielsprint landete sie hinter Moesha Johnson (AUS/2:08:12,1 Stunden), Bettina Fábián (HUN/2:08:13,3) und Viktória Mihályvári-Farkas (HUN/2:08:15,9) in 2:08:21,50 dann auf Rang vier. „Auf der letzten Geraden war mir leider die Italienerin im Weg, als diese den Anschluss nach vorn verlor. Sonst wäre vielleicht sogar noch etwas mehr möglich gewesen“, sagte Boy. Als Vierte kam sie in der Gesamtwertung so aber an der Zweitplatzierten Angela Martinez Guillen (ESP/2:08:36,2) nicht mehr vorbei, die diesmal hinter Ginevra Tadeucci (ITA/2:08:32,1) Sechste wurde.

Wie im Vorjahr konnte sich Boy wieder über 25.000 US-Dollar Prämie für Gesamtrang drei freuen. Die doppelte Summe erhält Siegerin Johnson, nachdem die in Magdeburg trainierende Doppel-Weltmeisterin in diesem Jahr alle vier Weltcuprennen über die olympische Distanz gewann. „Das ist echt krass, was Moesha da geschafft hat. Aber sie ist ja schon länger so dominant unterwegs. Nach Olympiasilber vor zwei Jahren hat irgendetwas Klick gemacht bei ihr, sie ist seither auf einem anderen Level unterwegs“, lobte Boy

Bei den Männern hatte sich Dávid Betlehem (HUN) nach 1:43:23,7 Stunden nicht nur den Tagessieg gesichert, sondern triumphierte damit auch in der Weltcup-Gesamtwertung vor Sacha Velly und Marc-Antoine Olivier (beide FRA). Als bester Deutscher landete Wellbrock, der nach dem Sieg beim Weltcupauftakt von einigen Trainingsausfällen gebremst wurde, in der Endabrechnung auf Rang zehn.

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