Der Kreis Coesfeld fordert Gartenbesitzer auf, bei der Arbeit mit elektrischen Geräten Rücksicht auf die Tierwelt zu nehmen. Insbesondere Igel und andere Kleintiere sind durch Gartengeräte gefährdet, weshalb besondere Vorsichtsmaßnahmen notwendig sind.
Besonderes Augenmerk auf die Tierwelt legen
Der Rückgang des Europäischen Igels in den letzten Jahrzehnten ist besorgniserregend. Hauptursachen sind der Verlust von Lebensräumen, der Einsatz von Pestiziden und der Rückgang von Insekten als Nahrungsquelle. Viele Igel suchen inzwischen Zuflucht in städtischen Gebieten, vor allem in Gärten, die naturnah gestaltet sind. Um diesen Tieren zu helfen, sollten Gartenbesitzer bei ihrer Arbeit besonders aufmerksam sein.
Vorsichtsmaßnahmen bei der Gartenarbeit
Elektrische Geräte wie Rasenmäher, Freischneider oder Mulcher sind eine potenzielle Gefahr für Igel und andere Kleintiere. Vor der Nutzung solcher Geräte sollten Gärten sorgfältig kontrolliert werden. Büsche und Hecken sollten nach Igelnestern abgesucht werden, um schwere Verletzungen oder Todesfälle zu vermeiden. Ein zügiges Arbeiten unter tiefhängenden Sträuchern sollte vermieden werden, da dort häufig Schutz suchende Tiere leben.
Nachts aktiv: Gefahren für Igel und Kleintiere
Besondere Vorsicht ist nachts geboten, da dämmerungs- und nachtaktive Tiere oft von Mährobotern überfahren werden, während sie auf Nahrungssuche sind. In der Zeit von Sommer bis Herbst kann es zusätzlich zu tragischen Vorfällen kommen, wenn Igelmütter mit ihren nicht überlebensfähigen Welpen im Garten aktiv sind. Gartenbesitzer sollten daher darauf verzichten, Mähroboter in der Dunkelheit zu verwenden und sollten ihren Garten naturnah gestalten.
Ein positiver Beitrag zur Erhaltung der Tierwelt kann auch sein, Teile des Gartens unberührt zu lassen und natürliche Lebensräume für Igel und andere Tiere zu schaffen. Durch solche Maßnahmen kann jeder Gartenbesitzer aktiv zum Schutz der heimischen Tierwelt beitragen.

