Haren (Ems) setzt ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus mit der Installation eines neuen Eingangstors am Jüdischen Friedhof. Dieses wurde in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen entworfen und soll als Mahnmal dienen.
Neues Eingangsportal am Jüdischen Friedhof
Im Rahmen der Erinnerungskultur hat die Stadt Haren (Ems) ein neues, symbolisches Tor am Jüdischen Friedhof installiert. Das von der Metallbau Müter GmbH angefertigte, feuerverzinkte Tor ist ein eindrucksvolles Zeichen gegen Antisemitismus. In der Mitte des zweiflügeligen Tores prangt ein Davidstern, flankiert von sechs Ringen in jedem Flügel, die die zwölf Stämme Israels repräsentieren.
Bedeutung für die Gemeindegeschichte
Das Tor ist mehr als nur ein gesichtlicher Teil des Friedhofs; es trägt zur Würdigung der Geschichte der ehemaligen Jüdischen Gemeinde in Haren bei. Die Installation folgt der Aufstellung von zwei Schildern im vergangenen Jahr, die über die Geschichte der Gemeinde informieren. Bürgermeister Markus Honnigfort betont die Stellenwert der Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde und beschreibt das Tor als „würdigen Erinnerungsort“ und gleichzeitig als Mahnung, Antisemitismus keinen Raum in der Gesellschaft zu geben.
Ein starkes Zeichen
Diese Initiative ist nicht nur lokal bedeutend, sondern zeigt auch, wie wichtig Erinnerungsarbeit in einer pluralistischen Gesellschaft ist. Haren (Ems) nimmt eine Vorreiterrolle ein, indem es durch kulturelle und historische Aufklärung den Dialog über Antisemitismus fördert. Das Tor soll dazu anregen, über die eigene Geschichte nachzudenken und das Bewusstsein für Vorurteile und Diskriminierung zu schärfen.

