Im Mai 2026 sind die Preise für zahlreiche Baumaterialien deutlich gestiegen, insbesondere für energieintensive Produkte. Der Anstieg führt zu höheren Baukosten und wirkt sich negativ auf den Wohnungsbau aus.
Wachsende Herausforderungen für den Bau
Die Kosten für viele Baumaterialien haben im Mai 2026 einen neuen Höhepunkt erreicht. Ein wesentlicher Faktor ist der anhaltend hohe Preis für energieintensive Baustoffe, die sich im Vergleich zum Vorjahr teils drastisch verteuert haben. Diese Entwicklung hat weitreichende Konsequenzen für die Bauwirtschaft und insbesondere für den Wohnungsbau in Deutschland.
Besondere Preissteigerungen bei Holz und Bitumen
Ein besonders auffälliger Anstieg ist bei Bitumen auf Erdölbasis zu verzeichnen, das sich im Mai 2026 um 31,2 % im Vergleich zum Mai 2025 verteuert hat. Dieses Material findet unter anderem Verwendung im Straßenbau sowie bei der Abdichtung von Dächern und Gebäuden. Auch andere Baustoffe, wie Flachglas, das oft für Fenster und -türen genutzt wird, verzeichnete einen Anstieg von 15,4 %.
Baubranche unter Druck
Die kontinuierlichen Preissteigerungen führen dazu, dass der Wohnungsbau unter Druck gerät. Viele Bauprojekte werden aufgrund der hohen Kosten entweder verschoben oder ganz abgebrochen. Trotz der Erhöhung der Preise für Baumaterialien im Jahr 2025 im Vergleich zu 2021 vor der Energiekrise hat sich die Marktlage nicht entspannt. Die Bauwirtschaft steht somit vor einer Herausforderung, die nicht nur die Kosten, sondern auch die Verfügbarkeit von Wohnraum betrifft.

