Eine aktuelle Umfrage der IHK Osnabrück zeigt, dass 37 Prozent der Industrieunternehmen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen entweder bereits ihre Produktion ins Ausland verlagert haben oder dies planen. Dies wirft ernste Fragen zur Zukunft des industriellen Standorts auf.
Kosten und Herausforderungen der Energiewende
Die hohen Energiepreise setzen den Betrieben in der Region stark zu. Laut der Analyse geben 50 Prozent der befragten Unternehmen an, die Energiewende als nachteilig für ihre Wettbewerbsfähigkeit zu empfinden. Besonders energieintensive Unternehmen berichten von Produktionsbeschränkungen.
Massnahmen und Forderungen der Industrie
Die Reaktion der Unternehmen ist vielfältig: 89 Prozent streben eine Steigerung der Energieeffizienz an, während 81 Prozent in erneuerbare Energien investieren möchten. Power Purchase Agreements (PPAs) gewinnen mit 34 Prozent an Bedeutung. Gleichzeitig wird von 95 Prozent der Firmen eine Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren gefordert.
Politische Forderungen für eine zukunftsfähige Industrie
Bei der Präsentation der Umfrageergebnisse gerieten die aktuellen politischen Rahmenbedingungen in den Fokus. Verena Kämmerling, umweltpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, betonte die Notwendigkeit von Prioritäten im Netzausbau: „Freileitungen müssen einen klaren Vorrang vor der Erdverkabelung erhalten, um Kosten zu senken und den Ausbau zu beschleunigen.“

