Die Geburtenrate in Deutschland ist im Jahr 2025 weiter gesunken. Mit 1,32 Kindern je Frau erreicht die sogenannte zusammengefasste Geburtenziffer den niedrigsten Stand seit 1997. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) am 1. Juli 2026 mit. Gegenüber dem Vorjahr (1,35) entspricht das einem Rückgang von 2,7 Prozent.
Gute Nachrichten für Greven, Lingen und das Emsland: Niedersachsen führt den Bundesvergleich an
Während die Zahlen bundesweit nachdenklich stimmen, gibt es für die Region einen bemerkenswerten Befund: Niedersachsen verzeichnet laut Destatis die höchste Geburtenhäufigkeit unter allen Bundesländern. Das ist eine Entwicklung, die auch Kommunen wie Greven, Lingen, Meppen oder Fürstenau betrifft, wo Familien traditionell einen hohen Stellenwert genießen und das Umfeld mit Natur, Vereinsleben und vergleichsweise erschwinglichem Wohnraum familienfreundlich geprägt ist.
Den niedrigsten Wert weist Sachsen auf.
Niedrigster Stand der Nachkriegszeit: 654.241 Geburten in Deutschland
In absoluten Zahlen wurden 2025 bundesweit 654.241 Kinder geboren. Das ist der niedrigste Stand seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Destatis macht dafür auch einen demografischen Hintergrund verantwortlich: Die Elterngeneration von heute stammt zu einem erheblichen Teil aus den geburtenschwachen Jahrgängen Mitte der 1990er-Jahre, als die Geburtenziffer mit 1,24 ihren bisherigen Tiefstwert erreichte.
Der Rückgang zeigt sich sowohl bei deutschen als auch bei ausländischen Frauen. Frauen des Jahrgangs 1976 brachten im Schnitt noch 1,58 Kinder je Frau zur Welt. Dieser Wert liegt deutlich über dem aktuellen Niveau und verdeutlicht, wie stark sich das Geburtenverhalten in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.
Für Kommunen im Emsland und der Grafschaft Bentheim sind diese Entwicklungen langfristig relevant. Weniger Geburten bedeuten mittelfristig weniger Kinder in Schulen und Kitas sowie Herausforderungen für die Infrastrukturplanung. Gleichzeitig zeigt der Spitzenwert Niedersachsens, dass die Region im bundesweiten Vergleich noch vergleichsweise gut dasteht.

