Wasserentnahmeverbot ab 1. Juli im Kreis Borken

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Ab dem 1. Juli 2023 tritt im Kreis Borken ein striktes Wasserentnahmeverbot in Kraft. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit dürfen keine Wassermengen mehr aus der Bocholter Aa und ihren Zuflüssen entnommen werden.

Drastische Maßnahme gegen Trockenheit

Der Kreis Borken hat eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab Mittwoch, dem 1. Juli, gilt und bis zum 31. Oktober 2026 befristet ist. Grund für diese Maßnahme ist die minderwertige Wasserführung in der Region, die durch die aktuelle Hitzewelle weiter verschärft wird.

Das Verbot betrifft alle Bereiche der Wasserentnahme, sowohl den Gemein-, Eigentümer- und Anliegergebrauch als auch bestehende Erlaubnisse zur Entnahme. Privatpersonen dürfen demnach keine Wassermengen mehr zur Bewässerung ihrer Gärten verwenden, während das Tränken von Vieh und das Schöpfen mit Handgefäßen weiterhin erlaubt sind.

Schutz der Gewässer und Biodiversität

Die Wasserbehörde des Kreises Borken macht deutlich, dass eine anhaltende Wasserentnahme die bereits stark geschädigten Gewässer und deren Lebensräume für Flora und Fauna gefährdet. „Die Entnahme von Wasser könnte zu einem weiteren Rückgang der Wasserführung führen und Tiere in kleinen Gewässern in Bedrängnis bringen“, so ein Sprecher der Behörde.

Das Verbot soll dazu beitragen, den natürlichen Wasserhaushalt in der Region zu schützen und die ohnehin stark belasteten Gewässer vor zusätzlichen Beeinträchtigungen zu bewahren. Die Überwachung der Einhaltung des Verbots erfolgt durch den Kreis Borken, der bei Verstößen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro verhängen kann.

Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Gärten

Landwirte und Gartenbesitzer müssen sich auf die Herausforderungen der Trockenheit und das anstehende Verbot einstellen. Viele landwirtschaftliche Betriebe sind auf eine regelmäßige Wasserversorgung angewiesen, um ihre Felder zu bewirtschaften. Das Verbot stellt für viele eine existentielle Herausforderung dar, da die Erträge möglicherweise gefährdet sind. Der Kreis Borken empfiehlt, alternative Bewässerungsmethoden und Wassersparmaßnahmen zu prüfen, um die Auswirkungen der Trockenheit abzumildern.

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