Calvin Hollywood hat als Photoshop-Artist angefangen und stand damit weltweit auf Bühnen. Heute beschäftigt er sich intensiv mit künstlicher Intelligenz, teilt seine Erfahrungen mit einer wachsenden Community und zeigt, wie viel ein Einzelner mit den richtigen Tools heute allein umsetzen kann. Im Interview spricht er über seinen Antrieb von damals bis heute, den Wert echter Begegnungen in Zeiten von KI und darüber, wie Einsteiger den besten Zugang zum Thema finden.
Anerkennung als früher Antrieb
Calvin, du hast als Photoshop-Artist angefangen und warst weltweit auf Bühnen unterwegs. Was hat dich damals angetrieben und wie hat sich das bis heute verändert?
Damals war mein Antrieb Anerkennung, sagt Calvin Hollywood. Ich war nie einer der Besten. Das hat mich damals mit Photoshop angetrieben. Es war gar nicht das Geld, sondern ich wollte einfach Anerkennung haben, sodass die Leute über meine Bilder sprechen, über meine Leistung. Das war mir damals sehr, sehr wichtig.
Heute hat sich das verändert. Die Anerkennung ist mir nicht mehr so wichtig, so Hollywood. Heute ist es mir eher wichtig, Mehrwert zu liefern. Aber ich habe so viel Anerkennung bekommen die letzten 20 Jahre, dass ich jetzt nicht mehr in dem Modus bin, permanent nach Anerkennung zu suchen. Ich weiß, dass das, was ich tue, gut ist, und möchte einen Mehrwert liefern. Das ist mein Antrieb.
Was heute allein möglich ist
Du postest regelmäßig über KI-Tools, die früher Teams oder Agenturen erfordert hätten. Was kannst du heute allein umsetzen, das vor drei Jahren noch undenkbar war?
Gerade die Social-Media-Content-Produktion kann die KI fast komplett übernehmen, erklärt Hollywood. Videobearbeitung, Videoschnitt, Webseiten erstellen, Tools und Apps entwickeln, das war früher überhaupt nicht möglich. Und das geht heute extrem einfach. Das kann wirklich auch jeder Anfänger.
Warum echter Austausch wichtiger wird
Du bist auch Communitybuilder. Warum brauchen wir gerade in Zeiten von KI den menschlichen Austausch mehr denn je?
Mit dieser KI-Entwicklung wird es immer normaler werden, dass alles, was wir sehen, mit KI generiert ist, so Hollywood. Deshalb werden wir uns wieder mehr nach Menschlichkeit und echtem Austausch sehnen, weil das immer seltener wird.
Genau deshalb glaube ich auch, dass Formate wie Communities, in denen eben nicht KI-generierte Kommentare stattfinden, wie das oft auf Social Media der Fall ist, immer wertvoller werden, sagt Hollywood. Offline-Treffen, Offline-Events und lokale Meet-ups gewinnen an Bedeutung. Davon bin ich fest überzeugt.
Der beste Einstieg für Neulinge
Was würdest du jemandem sagen, der KI zwar spannend findet, aber nicht weiß, womit er anfangen soll?
Ich würde empfehlen, sich erst einmal mit einem Tool zu befassen, zum Beispiel mit Claude, rät Hollywood. Wenn man KI nicht versteht, sollte man sich ein KI-Tool holen und sich von diesem alles erklären lassen. Man kann Claude oder ChatGPT jederzeit fragen, wie etwas funktioniert.
Man braucht heutzutage auch nicht mehr viele Tools, so Hollywood. Im Prinzip reicht ein Tool wie Claude oder ChatGPT völlig aus. Inzwischen können diese KI-Tools sogar andere KI-Tools bedienen, indem man sie miteinander verknüpft. Das ist dann allerdings eher etwas für Fortgeschrittene.

