Die Bonifatiusschule in Dalum hat ein bedeutendes Stück ihrer Geschichte zurückgewonnen. Nach dem Abriss des alten Schulgebäudes wurde die Mosaik-Figur des Heiligen Bonifatius restauriert und erneut an der Schule angebracht.
Die Geschichte des Mosaiks
Die ehemalige Bonifatiusschule an der Meppener Straße wurde 2017 abgerissen, doch eine Besonderheit wurde dabei gerettet: das Mosaik-Kunstwerk des Heiligen Bonifatius. Der Benediktinermönch aus dem 7. Jahrhundert gibt der Schule ihren Namen und wurde bereits 1962 durch einen Beschluss des damaligen Gemeinderates gewürdigt. Kunstschaffender Wilm Böing erhielt den Auftrag, die Mosaik-Figur zu entwerfen. Bei der Einweihung des Erweiterungsbaus „Gebäude B“ fand das Kunstwerk seinen Platz an der Giebelwand zur Meppener Straße.
Restaurierung und Rückkehr
Nachdem 1994 ein Neubau der Bonifatiusschule an der Langen Straße 45 eingeweiht wurde, fand ein sandgestrahltes Stahlabbild des Heiligen Bonifatius am Haupteingang seinen Platz. Doch als das alte Schulgebäude abgerissen wurde, wurde die Giebelwand mit dem Mosaik sorgsam abgebaut und zunächst beim Bauhof der Gemeinde Geeste gelagert. In den letzten Monaten widmete sich Fliesenlegermeister Jürgen Niehus der aufwändigen Restaurierung des über 60 Jahre alten Kunstwerks, um ihm neuen Glanz zu verleihen. Bürgermeister Helmut Höke äußerte seine Freude über die Rückkehr des Mosaiks: „Es ist großartig zu sehen, dass das Kunstwerk des Heiligen Bonifatius erneut einen Platz an der Bonifatiusschule erhalten hat. Rund 40 Jahre hat es das Dorfbild an der Meppener Straße geprägt, daher erkennen es einige wieder.“
Über Wilm Böing
Wilm Böing, der 1919 in Stadtlohn geboren wurde, hatte eine beeindruckende künstlerische Laufbahn. Nach einer Bildhauerlehre und Studien an renommierten Kunstschulen zog er 1961 mit seiner Familie nach Lingen. Im Laufe seiner Karriere schuf Böing zahlreiche künstlerische Werke, darunter auch viele Bronzereliefs mit religiösen Motiven, die besonders in der Region gefragt waren. Sein Engagement für die Sakralkunst lässt sich auch in der Zusammenarbeit mit dem Architekten Bernd Botterschulte erkennen, der ebenfalls viele Sakralbauten in der Region plante und ausführte. Nach der Restaurierung und Rückkehr des Mosaiks an die Bonifatiusschule wird das Vermächtnis des Künstlers und das kulturelle Erbe der Gemeinde Geeste weiter lebendig gehalten. Foto: Gemeinde Geeste. V.l.n.r. Dr. Martin Koers (Archivar der Gemeinde Geeste), Helmut Höke (Bürgermeister Gemeinde Geeste), Lydia Grewe (Schulleiterin Bonifatiusschule), Jürgen Niehus (Niehus Fliesen) sowie Leon Schwietering (Bauamt Hochbau Gemeinde Geeste).

