SPD-Wirtschaftspolitiker besuchen Krone, bp Lingen, Emsflower und Meyer Werft im Emsland

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Der Arbeitskreis Wirtschaft der SPD-Landtagsfraktion hat im Rahmen einer mehrtägigen Wirtschaftswoche zentrale Industriestandorte im Emsland besucht. Neben Stationen in Osnabrück führte die Tour die Abgeordneten zur Krone Gruppe nach Spelle, zur bp Raffinerie nach Lingen, zu Emsflower nach Emsbüren und zur Meyer Werft nach Papenburg. Begleitet wurden die Besuche an mehreren Stationen von kommunalen SPD-Kandidierenden aus der Region, darunter Tobias Munsch aus Meppen, Karin Peters aus Haselünne und Greta Außel als Landratskandidatin für das Emsland.

Krone Gruppe in Spelle im Fokus

Bei der Krone Gruppe in Spelle informierten sich die Abgeordneten über die Entwicklung des Familienunternehmens, das in der Landtechnik sowie im Nutzfahrzeug- und Transportbereich tätig ist. Im Austausch mit Unternehmensleitung und Betriebsrat wurden neben der starken regionalen Verankerung auch Herausforderungen durch europäische Auflagen, internationalen Wettbewerbsdruck und US-Handelszölle thematisiert.

Ein Rundgang durch die automatisierte Lagerhalle und ein Blick auf den Fuhrpark verdeutlichten den Abgeordneten, wie eng industrielles Know-how und moderne Logistik bei Krone miteinander verbunden sind.

bp Raffinerie Lingen und grüner Wasserstoff

Als einzige große Kraftstoffraffinerie Niedersachsens stand die bp Raffinerie in Lingen im Zeichen der industriellen Transformation. Gesprächsthemen waren die Bedeutung des Standorts für die regionale und nationale Versorgungssicherheit sowie strukturelle Standortnachteile, die Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland belasten können.

Besonderes Interesse galt dem derzeit im Bau befindlichen Projekt für grünen Wasserstoff sowie dem geplanten Ausbau der Biokraftstoff-Produktion am Standort. Bei einer Werksführung erhielten die Abgeordneten Einblick in die Anforderungen, die Energieversorgung, Sicherheit und Investitionen vor Ort mit sich bringen.

Emsflower Emsbüren zeigt Energiekonzept

In Emsbüren besichtigte der Arbeitskreis den Gartenbaubetrieb Emsflower, der Pflanzenproduktion, Erlebniswelt und moderne Betriebsstrukturen miteinander verbindet. Die Delegation zeigte sich beeindruckt von der weitgehend eigenständigen Energieversorgung des Unternehmens über ein eigenes Heizkraftwerk und Photovoltaikanlagen sowie von der Nutzung von Abwärme, die auch für die kommunale Wärmeplanung von Interesse sein könnte.

Innerhalb von rund 20 Jahren ist aus dem Betrieb ein modernes Familienunternehmen gewachsen, das mehrere hundert Arbeitsplätze in der Region geschaffen hat.

Meyer Werft Papenburg als industrieller Anker

Den Abschluss der Bereisung bildete der Besuch der Meyer Werft in Papenburg, einem der bedeutendsten Schiffbaustandorte Europas. Beim Rundgang über das Werftgelände und im Austausch mit der Belegschaft wurde deutlich, dass sich die Lage der Werft seit der Neuaufstellung spürbar stabilisiert hat. Besonders positiv bewerteten die Abgeordneten die gestärkte Arbeitnehmerbeteiligung.

Als zentral für die Zukunft des Standorts gilt weiterhin der Masterplan Ems, der Industrie, Beschäftigung und Naturschutz miteinander in Einklang bringen soll.

Herausforderungen für die Region

Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christoph Bratmann, zog nach der Tour ein positives Fazit zur Innovationskraft und regionalen Verwurzelung der besuchten Betriebe. Frank Henning vom Arbeitskreis Wirtschaft verwies zugleich auf den erheblichen Druck durch Transformation, internationale Wettbewerbsbedingungen, Energiefragen und Fachkräftesicherung, dem viele Betriebe in der Region derzeit ausgesetzt seien.

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