Tierpark Nordhorn: Kauz wird in Wienerwald ausgewildert

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Der Tierpark Nordhorn beteiligt sich am Auswilderungsprojekt für Habichtskäuze im Biosphärenpark Wienerwald. Nach dreijähriger Pflege wurde nun der erste Nachkomme eines Zuchtpaars in die Freiheit entlassen.

Erster Jungvogel verlässt den Tierpark

Der Habichtskauz, eine der größten heimischen Eulenarten, wurde in Deutschland bis auf wenige Exemplare ausgerottet. Der Tierpark Nordhorn beteiligt sich aktiv an einem herausragenden Projekt zur Wiederansiedlung dieser bedrohten Art. Am 6. Juli 2026 hat ein junger Kauz aus dem Tierpark sein neues Zuhause in Wien erreicht. Dieses Tier stammt von einem Zuchtpaar, das zur Teilnahme an einem bedeutenden Auswilderungsprojekt ausgewählt wurde, welches gemeinsam mit der Österreichischen Vogelwarte initiiert wurde. Dr. Dirk Wewers, Kurator des Tierparks, äußerte sich über die Partnerschaft: „Wir sind stolz darauf, Teil dieses Projekts zu sein und tragen durch die Aufzucht der Jungvögel zur Arterhaltung bei.“

Der Weg zur Freiheit im Wienerwald

Die Auswilderung ist ein aufwändiger Prozess, der sorgfältig geplant werden muss. Um die Erfolgschancen des jungen Kauzes zu maximieren, sollte er idealerweise bis zu seinem 80. Lebenstag im Projektgebiet angekommen sein. In den ersten 14 Tagen wird der Vogel in einem speziellen Freilassungsgehege untergebracht, bevor er in die Wildnis entlassen wird. Diese Methode hilft den Vögeln, sich besser an ihren neuen Lebensraum anzupassen.

Gemeinsame Anstrengungen zur Arterhaltung

Der Habichtskauz war im 20. Jahrhundert in Österreich und Deutschland stark gefährdet. Das Wiederansiedlungsprojekt, das seit 2009 vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien geleitet wird, hat bereits über 200 junge Kauze erfolgreich in den Biosphärenpark Wienerwald eingeführt. Dieser große Erfolg ist neben der wissenschaftlichen Arbeit vor allem auch auf die Unterstützung von Zoos und Tierparks zurückzuführen. Dr. Nils Kramer, Zoodirektor des Tierparks Nordhorn, hofft, dass der kleine Kauz zur Stabilisierung der Population beitragen kann. „Wir sind zuversichtlich, dass auch in Zukunft weitere Nachkommen aus unserem Zoo in die Freiheit entlassen werden können,“ so Kramer abschließend.

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