TransGate aus Lingen digitalisiert den Arbeitsschutz: Interview mit Niklas Albers

Anzeige
Digitale Realität

Arbeitsschutz ist gesetzlich vorgeschrieben, doch die Durchführung und Dokumentation von Unterweisungen sorgt in vielen Unternehmen noch immer für hohen organisatorischen Aufwand. Die TransGate GmbH aus Lingen hat sich mit ihrem Produkt Prevenio genau diesem Thema verschrieben und bietet mittlerweile über 300 digitale Unterweisungsthemen an. Im Interview spricht Niklas Albers, Content Manager bei TransGate, über die Ursprünge des Unternehmens, den Blick auf künstliche Intelligenz im Arbeitsschutz und darüber, was den Standort Lingen für das wachsende Unternehmen so attraktiv macht.

Ursprung des digitalen Fokus

Niklas, du bist als Content Manager bei TransGate für die Kommunikation rund um Prevenio zuständig. Wie kam es zu eurem Fokus auf digitales Unterweisungsmanagement im Arbeitsschutz?

Die Ursprünge der TransGate GmbH reichen bis in die 90er Jahre zurück. Schon damals beschäftigte sich das Unternehmen intensiv mit den Herausforderungen, die Unternehmen im Bereich Arbeitsschutz bewältigen müssen. Unterweisungen sind zwar gesetzlich vorgeschrieben, die Durchführung und Dokumentation waren jedoch meist mit hohem organisatorischem Aufwand verbunden. Zu dieser Zeit gab es in Deutschland faktisch keine digitalen Systeme, die eine rechtskonforme und gleichzeitig effiziente Durchführung ermöglichten. Aus dieser Überlegung heraus entstand die Idee, Unterweisungen zu digitalisieren und für Unternehmen leichter zugänglich zu machen. Mit Prevenio verfolgt TransGate bis heute genau diesen Ansatz, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Unterweisungen effizient und rechtskonform zu organisieren.

Fehlerquellen analoger Prozesse

Viele Unternehmen dokumentieren Arbeitsschutz noch analog. Wo entstehen dabei aus deiner Sicht die größten Risiken und Fehlerquellen?

Immer wieder zeigen sich dieselben Herausforderungen. Ordner sind nicht vollständig, Dokumente liegen an verschiedenen Standorten oder Nachweise sind im entscheidenden Moment nicht griffbereit. Genau dort entstehen die größten Risiken, weil die Transparenz fehlt und Fehler leichter übersehen werden. Papierbasierte Unterlagen können verloren gehen oder unvollständig abgelegt sein, was besonders kritisch wird, wenn Nachweise für Unterweisungen oder Prüfungen benötigt werden. Gerade bei mehreren Standorten wird das schnell zur Herausforderung, ebenso wie die Nachweisführung bei Audits und behördlichen Kontrollen.

Künstliche Intelligenz im Arbeitsschutz

Ihr habt kürzlich in eurem Podcast SafeTea Talk über künstliche Intelligenz im Arbeitsschutz gesprochen. Welche Rolle wird KI aus deiner Sicht in den nächsten Jahren in diesem Bereich spielen?

Das Interesse an KI Anwendungen im Arbeitsschutz nimmt spürbar zu. Die größte Stärke liegt weniger darin, den Menschen zu ersetzen, sondern Fachkräfte und Verantwortliche gezielt zu unterstützen. Ein Anwendungsfeld ist die Mustererkennung, bei der große Datenmengen aus Verbandbüchern oder Gefährdungsbeurteilungen analysiert werden, um Zusammenhänge zu erkennen, die im Alltag übersehen werden. Zudem wird KI künftig als Assistent Fragen zu Vorschriften oder internen Regelungen innerhalb von Sekunden beantworten können. Klar bleibt dabei, dass KI ein unterstützendes Tool ist und kein Ersatz für fachliche Verantwortung, Erfahrung und menschliches Urteilsvermögen.

Standort Lingen als Arbeitgeber

TransGate wächst gerade spürbar, auch personell. Was macht den Standort Lingen für euch als Arbeitgeber im Bereich Kommunikation und Content besonders attraktiv?

Lingen bietet eine gute Kombination aus wirtschaftlicher Stärke und einem attraktiven Umfeld für Fachkräfte. Die Region wächst, verfügt über eine starke industrielle Prägung und viele Unternehmen beschäftigen sich intensiv mit dem Arbeitsschutz. Gleichzeitig profitiert der Standort vom Hochschulumfeld mit Studienangeboten im Bereich Kommunikation, wodurch interessante Talente und Nachwuchskräfte in die Region kommen. Das ist gerade für die Bereiche Content, Marketing und Kommunikation ein wichtiger Faktor. Trotz der Verbundenheit mit dem Standort versteht sich TransGate nicht als rein regionales Unternehmen, sondern betreut Kunden deutschlandweit und international.

Rat für den ersten Schritt

Was würdest du Unternehmen raten, die beim Thema Arbeitsschutz und Unterweisungsmanagement noch ganz am Anfang stehen?

Wichtig ist vor allem, den ersten Schritt zu machen und sich nicht von der vermeintlichen Komplexität des Themas abschrecken zu lassen. Es geht zunächst nicht darum, sofort alles perfekt abzubilden, sondern eine solide und strukturierte Basis zu schaffen, auf der langfristig aufgebaut werden kann. Arbeitsschutz sollte nicht als reine Pflichtaufgabe betrachtet werden, denn die eigentlichen Vorteile gehen weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus, etwa weniger Unfälle und Mitarbeiter, die sich geschützt und wertgeschätzt fühlen. Man muss dabei nicht alles allein lösen. Gerade die ersten Schritte fallen deutlich leichter, wenn man wie mit Prevenio eine Software und Ansprechpartner an der Seite hat, die bei der Einführung und bei alltäglichen Fragen unterstützen.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel