Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen warnt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Tierhalter vor gesundheitlichen Gefahren für ihre Tiere. Das Ministerium appelliert an die Halter, notwendige Anpassungen in der Tierhaltung vorzunehmen.
Warnung vor gesundheitlichen Risiken
Die anhaltende Hitzewelle stellt eine ernsthafte Herausforderung für Tierhaltungsbetriebe dar, insbesondere für Geflügelbetriebe in Niedersachsen. Hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit können zu erheblichen Verlusten führen. Nach einem Hitzewochenende im Juni 2026 wurde dreimal mehr Kadaver aus Geflügelhaltungen entsorgt als nach einem kühlen Wochenende zuvor. Diese Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit der Warnung.
Tipps zur Haltung bei Hitze
Es ist wichtig, dass Tierhalter ihren Tieren ausreichend Schutz bieten. Für Weidetiere wie Rinder, Schafe und Pferde müssen Witterungsschutz, Schatten und ungehinderter Zugang zu Wasser gewährleistet sein. Die Futtergrundlage auf der Weide könnte durch die Hitze abnehmen, weshalb gegebenenfalls eine Zufütterung nötig ist. Zudem sollten Halter bei Schafen den Schurtermin anpassen, um den Tieren die Temperaturregulierung zu erleichtern.
Auf Aktivität achten
Um Überanstrengungen zu vermeiden, sollten Aktivitäten wie Hütehaltung und Transport auf die kühleren Morgenstunden gelegt werden. Der Weidegang und die Fütterung sind idealerweise früh am Morgen oder spät am Abend zu planen. Auch für Haustiere wie Hunde, Meerschweinchen und Vögel gilt es, für ausreichend Flüssigkeit und Schutz vor der Sonne zu sorgen. Es ist wichtig, Tiere niemals in einem parkenden Auto zurückzulassen.
Hilfreiche Informationen
Das Niedersächsische Ministerium hat im Rahmen des Tierschutzplans Merkblätter zur Vermeidung von Hitzestress erarbeitet. Diese Informationen, speziell für Geflügelarten, sind auf der Homepage des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit einsehbar. Auch hilfreiche Tipps für die Haltung von Haustieren sind dort zu finden.

