600 Dokumente für Gedenkstätten in NRW übergeben

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In einer feierlichen Veranstaltung im Düsseldorfer Landtag sind über 600 Dokumente aus der Zeit des Nationalsozialismus an Gedenkstätten und Archive übergeben worden. Die Papiere stammen aus einer zuvor abgesagten Auktion und werden nun für Forschungs- und Erinnerungszwecke genutzt.

Dokumente aus der NS-Zeit im Landtag übergeben

Am 16. Juli 2026 fand in Düsseldorf eine bedeutende Übergabe von mehr als 600 historischen Dokumenten statt, die aus der Zeit des Nationalsozialismus stammen. Unter der Schirmherrschaft der Stiftung Gedenkstätte Esterwegen übernahm der Generaldirektor der Stiftung Auschwitz-Birkenau, Wojciech Soczewica, die Dokumente, die ursprünglich in einer Auktion angeboten werden sollten, die jedoch abgebrochen wurde. Vertreterinnen und Vertreter von zehn bundesdeutschen Gedenkstätten, darunter prominente Orte wie Bergen-Belsen und Dachau, kamen zusammen, um diesen bedeutenden Schritt in der Erinnerungsarbeit zu zelebrieren.

Wertvolle Zeitzeugen für die Forschung

Die übergebenen Dokumente, zu denen Lagerpostkarten, Briefe von Tätern und Lagergeld zählen, werden ab sofort in den Gedenkstätten archiviert. Diese Papiere sind nicht nur wichtige Zeitzeugen, sondern auch unerlässliche Materialien für die Dokumentation und Forschung. Dr. Sebastian Weitkamp, Co-Leiter der Gedenkstätte Esterwegen, äußerte sich bewegt über die Übernahme der Dokumente: „Diese Initiative ist entscheidend, um Forschung und Erinnerung zugänglich zu machen. Einige der Dokumente werden in unserer neuen Dauerausstellung einen Platz finden.“

Engagement der Zivilgesellschaft

Die Übernahme der NS-Dokumente wurde durch ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus Kirche, Politik, Unternehmern und Journalisten ermöglicht. Landtagspräsident André Kuper dankte den Initiatoren und würdigte das Engagement der Spenderinnen und Spender aus Nordrhein-Westfalen. Die Bethe-Stiftung Bergisch-Gladbach leistete mit einer Spendenverdoppelungsaktion einen wesentlichen Beitrag zu diesem Projekt. „Die Initiative, Spenden zu sammeln, die Dokumente zu kaufen und die Übergabe zu organisieren, kam von den Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes“, betonte Kuper und zeigte sich beeindruckt von der Mobilisierung der Gemeinschaft.

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