Am Sonntagmorgen sind 30 Kinder aus der Ukraine in Billerbeck eingetroffen. Die Ferienfreizeit bietet ihnen zwei Wochen voller spannender Aktivitäten und unbeschwerter Tage.
Willkommen in Billerbeck
Der Bus mit den 30 Kindern aus Malyn kam am Sonntag um 6:20 Uhr am Billerbecker Bahnhof an. Trotz der langen Reise empfingen die Gastfamilien die müden, aber fröhlichen Kinder herzlich. Über einen Zeitraum von zwei Wochen werden die jungen Gäste von 14 Billerbecker Familien betreut, die ihnen unvergessliche Erlebnisse ermöglichen möchten.
Vielfältiges Freizeitprogramm
Die Sommerfreizeit soll den Kindern eine willkommene Auszeit von ihrem Alltag in der kriegsgeplagten Ukraine bieten. Das Programm umfasst diverse Aktivitäten, darunter ein Besuch im Rathaus von Billerbeck, ein Ausflug in den Allwetterzoo Münster, ein Fußballprobetraining beim DJK VfL Billerbeck sowie eine spannende Kanutour. Diese Angebote sind Teil eines Familienferienprogramms, an dem auch Billerbecker Kinder zu einem geringen Kostenbeitrag teilnehmen können. Weitere Informationen hierzu sind im Familienferienprogramm der Stadt Billerbeck erhältlich.
Zeichen der Freundschaft
Als Ausdruck der tiefen Städtefreundschaft überreichten die Kinder aus Malyn eine Ehrenurkunde an Bürgermeister Marco Lennertz. Darin dankt die Stadt Malyn Billerbeck für die fortwährende Unterstützung und die vertrauensvolle Partnerschaft. Bürgermeister Lennertz selbst hat zwei Kinder aus Malyn aufgenommen und beschreibt die Ferienfreizeit als ein starkes Zeichen gelebter Freundschaft zwischen den beiden Städten. „Für viele Kinder aus Malyn ist das Leben zu Hause von Angst und Ungewissheit geprägt. Es ist wichtig, dass sie hier unbeschwerte Tage erleben und die Möglichkeit haben, neue Eindrücke zu sammeln“, so Lennertz.
Diese Ferienfreizeit steht inzwischen seit fünf Jahren als sichtbares Zeichen der Solidarität und Hilfsbereitschaft der Billerbecker Bürger. In diesem Jahr gab es sogar besonders bewegende Begegnungen, wie die Reise eines Vaters, der aus Malyn angereist ist, um seinen Sohn in Belgien zu sehen. Bürgermeister Lennertz betont die emotionalen Werte des Projekts und die Bedeutung von Freundschaften, die durch solche Programme entstehen. „Die Verbindung zwischen Billerbeck und Malyn wird durch diese Aktionen lebendig gehalten“, schließt er.

