Eichhörnchen in Not: Helfen Sie den kleinen Kletterkünstlern

Anzeige

In den heißen Sommermonaten leiden viele Eichhörnchen unter der Trockenheit. Der NABU Niedersachsen berichtet von zahlreichen hilfsbedürftigen Tieren, die aufgrund von Wasser- und Nahrungsmangel in Städten und Wohngebieten aufgefunden wurden.

Eichhörnchen in Gefahr durch Hitze

Obwohl das Europäische Eichhörnchen derzeit nicht als gefährdet gilt, zeigen die Berichte des NABU Niedersachsen, dass die beliebten Tiere zunehmend unter Druck geraten. Laut Lamin Neffati, dem Pressesprecher des NABU Niedersachsen, sind auch vermeintlich häufige Arten wie Eichhörnchen von dramatischen Bestandsrückgängen bedroht, ähnlich wie bei Igeln und Feldsperlingen. Besonders der Verlust geeigneter Lebensräume durch intensivere Landwirtschaft und Urbanisierung setzt den Eichhörnchen zu.

Wasserstellen als Lebensretter

Besonders in Zeiten extremer Hitze ist es wichtig, den Eichhörnchen Zugang zu Wasser zu bieten. flache, standsichere Schalen mit frischem Wasser können zum Überleben der Tiere beitragen. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden, und ein schattiger, geschützter Standort ist ratsam, um Katzen und anderen Gefahren zu entgehen. Zudem kann ein Stein oder Stück Holz in der Schale Insekten helfen, das Wasser zu erreichen.

Lebensräume in Gärten schaffen

Eichhörnchen sind mittlerweile nicht mehr nur in Wäldern zu finden, sondern auch in Gärten, Parks und städtischen Gebieten. Alte Bäume, dichte Sträucher und Verbindungen zwischen Baumbeständen sind für die Tiere entscheidend. Wer heimische Gehölze wie Haselnuss- oder Walnussbäume pflanzt, kann den Kletterkünstlern wertvolle Nahrungsquellen bieten. Eine naturnahe Gartengestaltung mit schattigen Rückzugsorten trägt ebenfalls zur Lebensqualität der Tiere bei. Zusätzlich kann spezielles Futter wie ungesalzene Nüsse und Sonnenblumenkerne bereitgestellt werden.

Im Sommer sind auch junge Eichhörnchen aktiv. Es ist wichtig, sie genau zu beobachten. Verletzte oder apathische Tiere sollten umgehend zu einer Wildtierstation oder Tierarztpraxis gebracht werden. Jüngere Eichhörnchen dürfen jedoch keinesfalls Kuhmilch erhalten, was oft fälschlicherweise angenommen wird.

Der NABU Niedersachsen bietet eine umfassende Broschüre zum Thema Eichhörnchen und zur naturnahen Gartengestaltung an. Interessierte können diese gegen Einsendung einer 5-Euro-Banknote anfordern.

Neffati erläutert, dass das steigende Interesse der Bürger an der Situation der Eichhörnchen zeigt, wie wichtig Unterstützung und Hilfsangebote in diesen kritischen Zeiten sind. Jeder Garten kann durch das Angebot von Wasser, heimischen Pflanzen und Rückzugsorten zu einem wichtigen Zufluchtsort für die Tiere werden.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel