Spanien hat sich beim Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gegen Titelverteidiger Argentinien mit 1:0 nach Verlängerung durchgesetzt und ist damit zum zweiten Mal nach 2010 Weltmeister der Männer. Das entscheidende Tor erzielte Ferran Torres in der 106. Minute.
Im ausverkauften New York New Jersey Stadium in East Rutherford (New Jersey) – der Heimspielstätte der NFL-Teams Giants und Jets mit rund 80.663 Plätzen – lieferten sich Spanien und Argentinien am Sonntagabend (Anstoß 21 Uhr MESZ) ein zähes, phasenweise hitziges Finale. Vor rund 80.000 Zuschauern in New Jersey und Millionen Fans an den Bildschirmen weltweit – in Deutschland übertrugen ZDF und MagentaTV, Kommentator war Oliver Schmidt – entwickelte sich zunächst ein Spiel mit vielen Unterbrechungen und wenig Raum für klare Torchancen.
Erst in der Verlängerung fiel die Entscheidung: Ferran Torres nutzte in der 106. Minute eine der wenigen echten Gelegenheiten zum 1:0 für Spanien. Argentinien wirkte in der Schlussphase zunehmend frustriert und rannte vergeblich gegen eine spanische Mannschaft an, die die Partie über weite Strecken kontrollierte und das Ergebnis konsequent verteidigte.
Historische Dimension
Für Spanien ist es der zweite WM-Titel der Männer-Nationalmannschaft nach dem Gewinn 2010 in Südafrika, als Andrés Iniesta im Finale gegen die Niederlande in der 116. Minute zum 1:0-Siegtreffer traf. Argentinien war als amtierender Weltmeister (Titelgewinn 2022 in Katar) angetreten. Das Finale 2026 markierte zudem eine Premiere: Erstmals in der WM-Geschichte trafen im Endspiel der amtierende Weltmeister und der amtierende Europameister aufeinander.
Mit dem Triumph reiht sich Spanien in eine besondere Erfolgsgeschichte ein: Bereits 2023 hatte die spanische Frauen-Nationalmannschaft bei der WM in Australien und Neuseeland mit einem 1:0-Finalsieg gegen England ihren ersten Weltmeistertitel geholt. Spanien ist damit nach Deutschland erst die zweite Nation, die sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen einen WM-Titel gewinnen konnte.
Emotionaler Moment für Argentinien
Besonders bewegend war der Schlusspfiff für Argentiniens Superstar Lionel Messi, der sich nach der Niederlage sichtlich erschöpft und enttäuscht auf dem Rasen niederließ. Bilder des Moments gingen in den sozialen Netzwerken um die Welt und unterstrichen, wie knapp und emotional das Finale bis zur letzten Minute umkämpft war.

