BBU protestiert gegen Genehmigung für Uranproduktion

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Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) kritisiert scharf die Genehmigung zur Produktion von Brennstäben in Lingen. Trotz anhaltender Proteste und Sicherheitsbedenken wurde die Entscheidung vom Umweltministerium getroffen.

Genehmigung für Brennelementefabrik in Lingen erteilt

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) zeigt sich empört über die am 22. Juli 2026 erteilte Genehmigung zur Produktion von Brennstäben nach russischer Bauart in der emsländischen Brennelementefabrik. Diese Entscheidung fiel trotz massiver Proteste aus der Bevölkerung und stellt einen Rückschritt im Hinblick auf den beschlossenen Atomausstieg dar.

Proteste und Sicherheitsbedenken ignoriert

Udo Buchholz, Vorstandsmitglied des BBU, kritisiert die niedersächsische Landesregierung unter Umweltminister Christian Meyer (Grüne) scharf. Historisch betrachtet hätten bereits andere Minister, wie Joschka Fischer, Wege aufgezeigt, wie Brennelementefabriken stillgelegt werden können. „Die wiederholten Störfälle in der Anlage sowie die ungelöste Problematik der sicheren Uranmüll-Lagerung hätten längst zur Stilllegung führen müssen“, betont Buchholz.

Nach offiziellen Angaben gab es bislang rund 150 Störfälle in der Brennelementefabrik in Lingen, darunter auch einen schwerwiegenden Brand. Die Genehmigung zur Produktion von Brennstäben birgt daher erhebliche Risiken, die nicht ignoriert werden dürfen.

Gefährliche Atomtransporte sind an der Tagesordnung

Zusätzlich kritisiert der BBU die Gefahr durch zahlreiche Atomtransporte, die mit dem Betrieb der Fabrik verbunden sind. „Urantransporte aus Russland sind in Lingen an der Tagesordnung. Das ist vollkommen unverständlich“, so Buchholz. Die Sicherheit der Bürger wird durch solche Transporte, die regelmäßig stattfinden, ernsthaft gefährdet.

Die Brennelementefabrik in Lingen ist die letzte ihrer Art in Deutschland und steht unter besonderer Beobachtung. Die Forderungen nach einer Stilllegung sind von über 350 Organisationen unterstützt worden, darunter auch der niedersächsische Landesverband der Grünen.

In Anbetracht dieser Fakten fordert der BBU die sofortige Stilllegung der umstrittenen Anlage: „Es ist ein Skandal, dass eine derart veraltete Atomfabrik weiterhin produzieren darf und damit den beschlossenen Atomausstieg unterläuft“, erklärt Buchholz abschließend.

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