Bleibeperspektive für kolumbianische Auszubildende

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Die 21-jährige Juliana Valentina Franco Gerena aus Kolumbien konnte kurz vor ihrer drohenden Abschiebung eine Bleibeperspektive in Deutschland erhalten. Dank des schnellen Eingreifens der Wachstumsregion Ems-Achse und der Volkshochschule Papenburg begann sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau.

Erfolgreiche Integration durch Ausbildung

Die Geschichte von Juliana Valentina Franco Gerena aus Heede, einer kleinen Gemeinde in Niedersachsen, zeigt, wie wichtig berufliche Perspektiven für die Integration von Migranten sind. Nach über zwei Jahren in Deutschland sollte die 21-Jährige Anfang Juni 2026 das Land verlassen, da ihr Asylantrag abgelehnt wurde. Doch der Einsatz des Welcome Centers Ems-Achse sowie der Volkshochschule Papenburg hat ihre Situation in letzter Minute verbessert.

Der entscheidende Anruf

Nach der Ablehnung ihres Asylantrags wandte sich Juliana verzweifelt ans Deutsche Rote Kreuz in Papenburg, wo sie an Gudrun Peltz verwiesen wurde, die das Projekt „MYTURN“ leitet. Peltz erkannte die Dringlichkeit der Situation und kontaktierte Dirk Lüerßen, Geschäftsführer der Wachstumsregion Ems-Achse. Zur Unterstützung setzte Lüerßen sein Team ein, um schnell eine Lösung zu finden.

Ein neuer Anfang in der Gastronomie

Bereits am 3. Juni hatte Juliana ein Vorstellungsgespräch bei Peter Hilling, dem Inhaber eines Hotels in Papenburg. Trotz der zeitlichen Dringlichkeit konnte Hilling schnell einen positiven Eindruck von ihr gewinnen und bot ihr sofort einen Ausbildungsplatz zur Hotelfachfrau an. Ihre Unterschrift unter den Ausbildungsvertrag brachte sowohl ihr als auch allen Beteiligten große Erleichterung. Von nun an hat Juliana die Möglichkeit, langfristig in Deutschland zu bleiben.

Am 1. August 2026 beginnt sie ihre dreijährige Ausbildung, in deren Rahmen sie regelmäßig die Berufsbildenden Schulen in Emden besuchen wird. „Ich habe etwas Angst vor der Aufgabe“, gesteht sie, doch die Verantwortlichen versichern ihr, dass sie auch weiterhin Unterstützung erhalten wird, sollte sie auf Schwierigkeiten stoßen.

Juliana freut sich darauf, ihre Deutschkenntnisse weiter zu verbessern und ihre Fähigkeiten in der Gastronomie auszubauen. Ihre Geschichte ist nicht nur ein Beispiel für gelungene Integration, sondern zeigt auch, wie wichtig schnelle und unbürokratische Hilfe für Menschen in Not sein kann.

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