Emsland: Familien brauchen verlässliche Kita-Betreuung

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Im Landkreis Emsland stehen für rund 3.990 Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze zur Verfügung, was einer Quote von knapp 42 Prozent entspricht. Gewerkschaft NGG weist auf die einem steigenden Bedarf an verlässlichen Betreuungsmöglichkeiten hin und warnt vor geplanten Änderungen im Arbeitszeitgesetz, die Familien belasten könnten.

Kitaplatzbedarf im Emsland

Im Emsland gibt es aktuell nur für 42 Prozent der unter drei Jahre alten Kinder einen Platz in der Kita – bei einem Bedarf von 53 Prozent, so eine Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI). Dies verschärft die Situation für berufstätige Eltern, die auf eine zuverlässige Betreuung angewiesen sind. Peter Buddenberg von der NGG betont, dass die derzeitige Betreuungsquote inakzeptabel ist, insbesondere für Eltern, die arbeiten müssen.

Geplante Änderungen im Arbeitszeitgesetz

Die Diskussion um eine mögliche Abschaffung des 8-Stunden-Arbeitstags verstärkt die Probleme für Eltern in Emsland. „Sollte dies geschehen, könnte ein Arbeitstag plötzlich zwei oder mehr Stunden länger werden. Das macht es für Eltern nahezu unmöglich, ihren Alltag zuverlässig zu planen“, warnt Buddenberg. Gerade für Eltern, die ihre Kinder pünktlich abholen müssen, bedeuten flexible Arbeitszeiten eine große Herausforderung.

Kritik an der Regierung und Pflegeproblematik

Die geplanten Änderungen werden auch für die Pflege von Angehörigen kritisch. Da viele Pflegende auf verlässliche Arbeitszeiten angewiesen sind, könnten längere Arbeitstage den Alltag erheblich erschweren. Buddenberg betont: „Verlässlichkeit ist das A und O.“ Insbesondere Frauen, die häufig die Hauptverantwortung tragen, sehen sich möglicherweise noch größeren Herausforderungen gegenüber. Der NGG zufolge haben 42 Prozent der alleinerziehenden Frauen Schwierigkeiten, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.

Die NGG sieht in den geplanten Arbeitszeitgesetzen eine Gefahr für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und warnt vor den Gesundheitsrisiken, die längere Arbeitstage mit sich bringen können. „Nach acht Stunden steigt das Risiko für Unfälle und gesundheitliche Beschwerden deutlich“, so Buddenberg. Eine Lösung des Arbeitskräftemangels sieht die Gewerkschaft nicht in der Verlängerung der Arbeitszeit, sondern in verbesserten Arbeitsbedingungen und mehr Kita-Plätzen.

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