Am 20. Juli 2026 wurde Martina Eissa im Kreishaus Coesfeld mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr überreichte ihr im Auftrag des Bundespräsidenten den Orden für ihr langjähriges soziales Engagement.
Auszeichnung für jahrzehntelangen Einsatz
Martina Eissa, eine leidenschaftliche Ehrenamtlerin aus Ascheberg, erhielt am Montag, den 20. Juli 2026, im großen Sitzungssaal des Kreishauses Coesfeld das „Verdienstkreuz am Bande“. In einer feierlichen Zeremonie übergab Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr die Auszeichnung im Namen von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Die Veranstaltung wurde von zahlreichen Angehörigen, Freunden und Weggefährten besucht, die Eissas beeindruckenden Lebensweg mitverfolgt haben.
Engagement für Integration und Familien
Bereits 1992 gründete Eissa zusammen mit engagierten Eltern den Verein für die Übermittagsbetreuung in Ascheberg. Dieses Projekt legte den Grundstein für die Offene Ganztagsschule in der Gemeinde, die sie über 25 Jahre als Erste Vorsitzende leitete. Ihr unermüdlicher Einsatz zur Förderung von Kindern und Familien hat unzähligen Menschen geholfen und zu einer menschlicheren Gesellschaft beigetragen.
Ein weiteres bemerkenswertes Projekt war die Schaffung eines Betreuungsangebots in der größten Flüchtlingsunterkunft Aschebergs. Dort übernahm Eissa eine Schlüsselrolle, indem sie eine integrative Betreuung für Kinder einrichtete, die aufgrund ihrer oft traumatischen Fluchterfahrungen Unterstützung benötigten. „Integration beginnt mit einem offenen Blick und einem Gefühl, willkommen zu sein“, betonte Landrat Schulze Pellengahr in seiner Würdigung. Während die Kinder betreut wurden, konnten ihre Eltern Sprachkurse besuchen, was weit über herkömmliche Kinderbetreuung hinausging und für viele Familien eine Neugestaltung ihres Lebens in Deutschland bot.
Dank und Anerkennung
„Der Kreis Coesfeld ist stolz auf Persönlichkeiten wie Sie“, lobte Landrat Dr. Schulze Pellengahr, als er Martina Eissa dafür dankte, dass sie sich seit vielen Jahren aktiv in die Gestaltung ihrer Heimat einbringt. Auch der Bürgermeister der Gemeinde Ascheberg, Thomas Stohldreier, schloss sich diesen Dankesworten an und würdigte den wertvollen Beitrag, den Eissa für die gesellschaftliche Integration in der Region geleistet hat.
Martina Eissa nimmt die Auszeichnung mit Demut entgegen und sieht sie als Ansporn, ihr Engagement weiterhin mit voller Kraft fortzusetzen.

