Die Bundesregierung hat Steffen Bilger für das Amt des Bundesverkehrsministers vorgeschlagen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hebt die große Verantwortung hervor, die mit dieser Position verbunden ist.
Verantwortung für Millionen Bürger
Die Ankündigung der Bundesregierung, Steffen Bilger als neuen Bundesminister für Verkehr zu nominieren, sorgt für Diskussionen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) weist darauf hin, dass die Entscheidungen dieses Ministeriums direkten Einfluss auf die Sicherheit von Millionen Menschen haben, die auf eine zuverlässige Mobilität angewiesen sind.
„Ich danke Patrick Schnieder für den stets offenen Austausch in Fragen der Verkehrssicherheit“, erklärt Manfred Wirsch, Präsident des DVR. „Wir bieten Steffen Bilger unsere volle Unterstützung an, um das Ziel zu erreichen, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 40 Prozent zu senken.“
Prioritäten setzen für mehr Sicherheit
Die Sicherheit auf Landstraßen sowie der Schutz von Fußgängern und Radfahrern müssen als zentrale Anliegen betrachtet werden. „Es ist wichtig, dass die Handlungsfähigkeit des Ministeriums auch in dieser Übergangszeit gesichert bleibt“, so Wirsch. „Die Verkehrsgefahren warten nicht, und wir benötigen dringend Maßnahmen für mehr Sicherheit auf unseren Straßen. Im Jahr 2025 starben in Deutschland 2.832 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen, und alle drei Stunden verlor jemand sein Leben.“
Politische Handlungsfelder für Bilger
Der DVR sieht den neuen Minister in drei wesentlichen Bereichen gefordert:
- Die Vermeidung neuer Gefahrenstellen durch Sicherheitsaudits beim Neubau und der Sanierung von Straßen.
- Die politische Priorisierung der digitalen Vernetzung im Straßenverkehr, um Planungssicherheit für die Industrie und die öffentliche Hand zu bieten.
- Die Berücksichtigung von Kritiken aus den Bundesländern bei der Reform der Fahrschulausbildung, insbesondere hinsichtlich der Reife von Fahrschülern vor der Fahrprüfung.
„Infrastruktur, Digitalisierung und Fahrausbildung sind entscheidend für die ersten 100 Tage von Steffen Bilger“, betont Wirsch. „Verkehrssicherheit ist ein Schlüssel zur Kosteneffizienz und darf nicht als bloßer Kostenfaktor betrachtet werden.“
Wirtschaftlicher Nutzen durch Verkehrssicherheit
Laut der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) verursachten Straßenverkehrsunfälle im Jahr 2024 einen volkswirtschaftlichen Schaden von etwa 40 Milliarden Euro. Der DVR unterstreicht, dass präventive Investitionen in sichere Straßen, digitale Vernetzung und effektive Aufklärungsarbeit nicht nur lebensrettend sind, sondern auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen.
„Jeder Euro, der in die Verkehrssicherheit investiert wird, zahlt sich sowohl menschlich als auch wirtschaftlich aus“, erklärt Wirsch. „Der DVR wird der neuen Ministeriumsspitze von Beginn an mit seiner Expertise zur Seite stehen, um die Sicherheit auf Deutschlands Straßen deutlich zu erhöhen.“

