Die Stadt Papenburg setzt auf ein integriertes Quartierskonzept „Zum Verlaat“ für eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Gemeinsam mit der EnergyEffizienz GmbH sollen die Bürger in den Entwicklungsprozess einbezogen werden.
Startschuss für die Wärmewende in Papenburg
Die Stadt Papenburg hat mit der Kommunalen Wärmeplanung einen bedeutenden Schritt in Richtung klimafreundlicher Wärmeversorgung vollzogen. Nun folgt mit dem Quartierskonzept „Zum Verlaat“ die nächste Etappe. In Kooperation mit der EnergyEffizienz GmbH wird innerhalb der kommenden zwölf Monate ein integriertes energetisches Quartierskonzept (IEQK) entwickelt, das durch das KfW-Programm 432 gefördert wird.
Ein zentrales Element des Projekts ist die aktive Einbindung der Anwohner. Bürgermeisterin Vanessa Gattung betont: „Die Wärmewende gelingt nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort.“ Daher lädt die Stadt alle Bürgerinnen und Bürger des Quartiers zu einer öffentlichen Auftaktveranstaltung ein. Hier werden die Details des Projekts vorgestellt, und die Teilnehmenden können ihre Fragen und Ideen einbringen.
Beteiligung der Eigentümer
Um passgenaue Maßnahmen zu entwickeln, wird ein umfangreicher Datensatz zu den bestehenden Gebäuden im Quartier gesammelt. Dies umfasst Informationen über den Sanierungsstand, die Heiztechnik und den Energieverbrauch der Immobilien. Die anonymisierten Daten fließen in die Konzeptentwicklung ein und dienen dazu, individuelle Lösungen für die Energieversorgung zu erarbeiten. Als Dankeschön erhalten die Eigentümer nach der Befragung einen Gebäudesteckbrief, der ihren energetischen Ist-Zustand darstellt und Empfehlungen für mögliche Sanierungsmaßnahmen enthält.
Nachhaltige Zukunft für das Wohngebiet
Die zentrale Frage des Quartierskonzepts ist, wie das Wohngebiet „Zum Verlaat“ zukunftsfähig gestaltet werden kann. Zusammen mit der Stadtverwaltung soll der energetische Zustand der Gebäude, die bestehende Wärmeversorgung sowie Potenziale für energetische Sanierungen und den Einsatz erneuerbarer Energien untersucht werden. Ziel ist die Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen für eine wirtschaftlich sinnvolle Sanierung, die die Bürger aktiv an der Verbesserung der Wärmeversorgung beteiligt.
Im Rahmen des gesamten Prozesses wird ein enges Zusammenspiel zwischen den Anwohnern und der Stadt angestrebt. Diese Zusammenarbeit ist entscheidend, um Ideen und Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung des Quartiers voranzubringen. Das Projekt soll das Quartier nicht nur ökologisch verbessern, sondern auch die Lebensqualität der Bewohner steigern.

