Das Gymnasium Haren (Ems) präsentiert vom 15. August bis 5. September die bedeutende Fotoausstellung „Gegen das Vergessen“. Fotograf Luigi Toscano hat dafür Holocaust-Überlebende portraitiert und tritt somit für eine lebensnahe Erinnerungskultur ein.
Ausstellung „Gegen das Vergessen“ auf Schulgelände
Vom 15. August bis 5. September 2023 zeigt das Gymnasium Haren (Ems) die eindringliche Fotoausstellung „Gegen das Vergessen“ von Luigi Toscano. Die Ausstellung besteht aus großformatigen Porträts von Holocaust-Überlebenden und zielt darauf ab, deren Geschichten lebendig zu halten. Damit reagiert die Schule auf die Dringlichkeit, Antisemitismus, Rassismus und weitere Formen der Ausgrenzung entgegenzuwirken.
Begegnungen mit Zeitzeugen
Die Fachgruppe Geschichte am Gymnasium Haren hat sich entschieden, die Ausstellung in die Schule zu holen, um die Erinnerungsarbeit über den Unterricht hinaus zu fördern. Schulleiterin Dunja Gerdes und Katrin Kleesiek-Herding, die das Projekt betreuen, betonen die Bedeutung des Dialogs mit Zeitzeugen. Ihre Inspiration kam unter anderem von Albrecht Weinberg, einem Holocaust-Überlebenden, der kürzlich verstorben ist und dessen Geschichten die Ausstellung widerspiegeln. Toscano’s Porträts geben den Zeitzeugen ein Gesicht und sind ein eindringlicher Aufruf, sich für die Werte von Demokratie und Menschenwürde einzusetzen.
Öffentliches Interesse und interaktive Elemente
Die Schule lädt ausdrücklich die Bürgerinnen und Bürger von Haren sowie aus der Region Emsland ein, die Ausstellung zu besuchen. „Die Porträts ermöglichen einen persönlichen Zugang zur Geschichte und motivieren dazu, Verantwortung für ein respektvolles Miteinander zu übernehmen“, erklärt Martin Gerenkamp, Dezernent des Schulträgers Landkreis Emsland. Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei und für Interessierte zugänglich. Während der Unterrichtszeit ist allerdings eine vorherige Anmeldung im Schulsekretariat erforderlich.
Zusätzlich plant eine Projektgruppe am Gymnasium, QR-Codes zu erstellen, die Hintergrundinformationen zu den Porträtierten bereitstellen. Diese interaktiven Elemente sollen den Besuchern helfen, die Geschichten hinter den Porträts umfassender zu verstehen und so die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu intensivieren.

