Niedersachsen stärkt Gewaltprävention in Schulen

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Niedersachsen hat mit dem neuen Gewaltpräventionserlass einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Schul-Sicherheit gemacht. Der Erlass, der seit dem 1. August 2026 in Kraft ist, fördert die Zusammenarbeit zwischen Schulen, der Kinder- und Jugendhilfe, Polizei und Justiz.

Wichtigstes Ziel: Sicherheit in Schulen erhöhen

Der neue Gewaltpräventionserlass des Landes Niedersachsen bietet einen strukturierten Rahmen, um Gewalt in Schulen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Gewalt an Schulen hat viele Gesichter und findet nicht nur auf dem Schulgelände, sondern auch in digitalen Räumen statt. Umso wichtiger ist es, dass Schulen in Krisensituationen besonnen und koordiniert handeln können. Der Erlass stellt sicher, dass alle Beteiligten – von Lehrkräften über Sozialarbeiter bis hin zu Polizei und Justiz – klar definierte Rollen und Verantwortlichkeiten haben.

Prävention und Intervention im Fokus

Kultusministerin Julia Willie Hamburg betont, dass Schulen sichere Orte sein müssen, nicht nur für Schüler, sondern auch für Lehrkräfte. Der Erlass zielt darauf ab, Gewalt frühzeitig vorzubeugen und im Ernstfall professionell zu reagieren. Dies umfasst vor allem auch digitale und sexualisierte Gewalt, die in der heutigen Zeit immer drängender wird. Die Integration von präventiven Maßnahmen in den Schulalltag soll helfen, ein positives Lernumfeld zu fördern und das Sicherheitsgefühl aller Beteiligten zu stärken.

Sozialminister Dr. Andreas Philippi hebt hervor, wie wichtig es ist, dass betroffene Kinder und Jugendliche vertrauensvolle Ansprechpersonen finden. Der Erlass liefert praktische Leitfäden, die Schulen unterstützen, im Umgang mit verschiedenen Gewaltvorkommnissen schnell und effektiv zu handeln.

Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann und Innenministerin Daniela Behrens unterstreichen ebenfalls die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren. Nur durch ein gemeinsames Vorgehen kann der Schutz von Kindern und Jugendlichen gewährleistet werden. Es wird ein klarer Handlungsrahmen geschaffen, der es Schulen ermöglicht, bei Gewaltvorfällen korrekt und schnell zu reagieren.

Digitale Ressourcen und Unterstützung für Schulen

Um die Umsetzung der neuen Vorgaben zu erleichtern, erhalten Schulen eine Übergangsfrist von einem Jahr. In dieser Zeit sollen bestehende Konzepte überprüft und verbessert werden. Ergänzend stehen eine digitale Handlungshilfe sowie ein Interventionsleitfaden zur Verfügung, die über das Bildungsportal Niedersachsen zugänglich sind. Diese Tools sollen dazu beitragen, Gewaltprävention systematisch und nachhaltig in die Schulentwicklung zu integrieren.

Der neue Gewaltpräventionserlass ist mehr als eine Aktualisierung des bisherigen Erlasses von 2016; er ist eine Antwort auf die heutigen Herausforderungen und Bedürfnisse von Schülern und Schulen.

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