Im Jahr 2025 berichteten die Jugendämter von rund 79.800 Fällen von Kindeswohlgefährdungen in Deutschland. Dies bedeutet einen Anstieg um 10 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen sind die Kleinsten, unter ihnen jedes vierte Kind, das höchstens vier Jahre alt ist.
Steigende Fallzahlen alarmieren Experten
Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) belegen einen besorgniserregenden Trend: Die Anzahl der Kindeswohlgefährdungen ist im Jahr 2025 auf einen neuen Höchststand gestiegen. Mit rund 79.800 gemeldeten Fällen haben die Jugendämter ein Plus von 10 % im Vergleich zu 2024 registriert. Dies stellt den vierten Höchststand in Folge dar.
Besonders auffällig ist, dass fast jedes vierte betroffene Kind höchstens vier Jahre alt war. Der Anstieg der Fallzahlen ist alarmierend, da der Trend seit Beginn der Zählungen im Jahr 2012 einen Anstieg von mehr als 108 % aufzeigt – damals wurden nur rund 38.300 Fälle gezählt.
Verdachtsmeldungen nehmen zu
Neben den bestätigten Fällen berichtet das Statistische Bundesamt auch über eine Rekordzahl an Verdachtsmeldungen. Insgesamt wurden mit 268.300 Fällen ebenfalls nie zuvor so viele Meldungen registriert. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig es ist, präventive Maßnahmen zu stärken und den Fokus auf den Schutz von Kindern zu richten.
Die steigenden Fallzahlen werfen grundlegende Fragen zur gesellschaftlichen Situation und den Hilfsangeboten auf. Experten fordern mehr Unterstützung für betroffene Familien und einen intensiveren Austausch zwischen den Behörden, um frühzeitig helfen zu können.

