Florian Tschirpke ist seit Mai 2023 Leiter des Fachbereichs Jugend in Ahaus. Nach 100 Tagen im Amt zieht er eine erste Bilanz und spricht über zentrale Themen wie Jugendbeteiligung und Digitalisierung.
Erste Eindrücke und Bilanz nach 100 Tagen
Am Anfang seiner Tätigkeit in Ahaus standen das Kennenlernen der Stadt und ihrer Strukturen im Mittelpunkt. Tschirpke berichtet, dass die ersten Monate schnell vergangen sind und von vielen persönlichen Begegnungen geprägt waren. Sein herzlicher Empfang und der enge Zusammenhalt im Team machen ihm das Eingewöhnen leicht. Der 44-Jährige kam zudem mit verschiedenen Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe in Kontakt, um sich ein umfassendes Bild von den vorhandenen Angeboten zu machen.
Wichtige Schwerpunkte für die Zukunft
In seiner Rolle hat Tschirpke neben dem Kennenlernen auch bereits einige Schwerpunkte gesetzt. Besonders in den Bereichen Kinderschutz und Familienberatung sieht er Potenzial zur Verbesserung. „Wir möchten unsere Prozesse weiterhin prüfen und sehen, wo wir besser werden können“, sagt er. Ein weiteres Ziel ist die Fortentwicklung der Jugendhilfeplanung, um den spezifischen Bedürfnissen der Ahauser Familien gerecht zu werden.
Diverse Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche
Tschirpke legt großen Wert auf die Beteiligung von jungen Menschen. Er hebt hervor, wie wichtig es sei, dass Kinder und Jugendliche aktiv an der Gestaltung ihrer Angebote mitwirken können. Die „Ideenschmiede Rathaus“ beschreibt er als ein Beispiel für gelungenes Engagement, bei dem Jugendliche ihre Ideen und Meinungen einbringen können. Dabei betont er, dass die Erfahrungen und Perspektiven der Jugendlichen unerlässlich sind, um ansprechende und wirksame Angebote zu schaffen.
Interkommunale Zusammenarbeit und digitale Zugänge
Die interkommunale Zusammenarbeit ist ein fester Bestandteil von Ahaus‘ Politik. Tschirpke erwähnt, dass die Abstimmung mit anderen Städten für einheitliche Leistungen sorgt und Ressourcen effizient genutzt werden. Zudem sieht er Potenzial, den Zugang zu Informationen und Angeboten für Familien noch besser zu gestalten. Digitale Zugänge spielen dabei eine wichtige Rolle, sollen jedoch die persönliche Beratung nicht ersetzen. Der Fokus liegt darauf, Familien schnell und unkompliziert die nötigen Informationen bereitzustellen.

