Die Klimakrise hat Niedersachsen bereits fest im Griff. Niedrigwasser und Hitze belasten Natur und Wirtschaft, weshalb die Landesregierung entschlossen handeln muss.
Forderung nach entschlossenem Handeln
In Niedersachsen sind die spürbaren Folgen der Klimakrise unübersehbar. Niedrigwasser setzt Flüsse und ihre Ökosysteme unter Druck, schränkt die Schifffahrt ein und beeinträchtigt wirtschaftliche Abläufe. Zudem steigt die Gefahr von Waldbränden aufgrund anhaltender Hitze und Trockenheit. Vor diesem Hintergrund ist es nach Ansicht des NABU Niedersachsen unverantwortbar, beim Klimaschutz die Bremse zu ziehen.
Aufweichung der Klimaziele als Fehlentscheidung
„Ein Aufweichen der Klimaziele wäre das falsche Signal“, erklärt Prof. Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen. Solche Schritte würden notwendige Veränderungen nur verzögern und die Folgen der Klimakrise weiter verschärfen. Kurzfristige wirtschaftliche Interessen dürfen nicht dazu führen, dass wir langfristig einen deutlich höheren Preis zahlen müssen. Die Landesregierung ist gefordert, die notwendigen Maßnahmen konsequent umzusetzen und den eingeschlagenen Kurs beizubehalten.
Wirtschaftliche Auswirkungen ernst nehmen
Ein Abrücken vom Klimaschutzkurs wäre nicht nur ökologisch bedenklich, sondern auch wirtschaftlich kurzsichtig. Die klimatischen Veränderungen haben bereits negative Auswirkungen auf Warenströme und die Binnenschifffahrt. Die damit verbundenen Kosten für Schäden an Natur, Infrastruktur sowie Landwirtschaft und Wirtschaft könnten dramatisch ansteigen, wenn nicht jetzt gehandelt wird. Klimaschutz ist daher nicht ausschließlich ein politisches Thema, sondern auch eine Frage der Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung.
Die Landesregierung muss sich ihren gesetzten Zielen verpflichtet fühlen und ihre Maßnahmen zukünftig beschleunigen. Die Folgen der Klimakrise sind ein klarer Appell zum Handeln und erfordern mehr Entschlossenheit, nicht weniger.

