Die Stadt Meppen plant im Spätsommer die Entschlammung des Marktsees am Gropiusplatz. Diese Maßnahme dient der Sicherung der ökologischen Qualität und der wasserwirtschaftlichen Funktion des Gewässers.
Notwendigkeit der Maßnahme
In den letzten Jahren hat sich im Marktsee eine erhebliche Menge organischen Schlamms angesammelt. Besonders in Trockenperioden kann dies zu Sauerstoffmangel führen, was die Lebensbedingungen für Fische und andere Wasserorganismen gefährdet. Daher haben Vertreter des Landkreises Emsland, des Landesfischereiverbandes Weser-Ems und der Stadt Meppen bei einem Ortstermin die letzten Details zur Entschlammung besprochen.
Ökologische Baubegleitung und Fischumsiedlung
Die Arbeiten sollen kurz nach dem Ende der Brut- und Setzzeit beginnen, eine ökologische Baubegleitung wird dabei sicherstellen, dass mögliche spät brütende Vogelarten geschützt werden. Vor Beginn der Entschlammung werden in Kooperation mit dem Meppener Angelverein Fische und andere Wasserlebewesen elektrisch abgefischt und in sichere Bereiche umgesetzt. Weitere Abfangaktionen sind während der schrittweisen Wasserabsenkung vorgesehen, falls notwendig.
Schaffung eines Rückzugsraums
Ein zusätzlicher Aspekt der Maßnahme ist die Schaffung eines tieferen Bereichs im Marktsee. Dieser Rückzugsraum soll es den Wasserorganismen ermöglichen, auch während der Arbeiten einen geschützten Lebensraum zu finden, in dem sich Restwasser so lange wie möglich sammeln kann.
Bürgermeister Helmut Knurbein betont: „Die Entschlammung ist notwendig, um den Marktsee langfristig als funktionierendes Gewässer zu erhalten. Gleichzeitig legen wir großen Wert darauf, die Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt so gering wie möglich zu halten.“

