Wer einen Roboter zum Fahren bringen will, muss erklären können, was er tut – und genau darum ging es: Zwei Wochen lang haben 25 Jugendliche aus internationalen Förderklassen im Schülerlabor MINT WERKSTATT in Dülmen experimentiert und dabei ihr Deutsch trainiert. Getragen wurde das Ferienprojekt vom zdi-Netzwerk Kreis Coesfeld gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum.
Sprache lernen, ohne Vokabelheft
Die Idee dahinter: In kleinen Gruppen entstehen Sprechanlässe von selbst, wenn etwas gebaut, gemessen oder vorgeführt werden muss. „Praktische Experimente und Versuche in MINT-Fächern machen Sprache lebendig“, sagt Dozentin Anna-Lena Terfloth. „Hier lernen Teilnehmende, sich in technischen Kontexten sicher auszudrücken, Ergebnisse zu präsentieren und voneinander zu lernen.“ Bei der Themenwahl lag ein Schwerpunkt auf Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Vom 3D-Drucker bis zur Picknickdecke
Im 3D-Druck entstanden personalisierte Schlüsselanhänger und Kressetöpfe – vom digitalen Entwurf bis zum fertigen Stück. In der Robotik bauten die Jugendlichen mit Lego Spike Prime tanzende und fahrende Roboter und lernten dabei die Grundzüge des Programmierens. Aus alten T-Shirts nähten sie eine Patchwork-Picknickdecke für einen gemeinsamen Ausflug. Am Ende präsentierten alle ihre Projekte mit PowerPoint und eigener Fotodokumentation.
Wer das bezahlt hat
Finanziert wurde der Kurs vom Kommunalen Integrationszentrum und vom Land Nordrhein-Westfalen über das Schulministerium, im Rahmen des Landesprogramms „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“. Das zdi-Netzwerk („Zukunft durch Innovation“) betreibt im Kreis Coesfeld Schülerlabore, in denen Klassen und Gruppen technische Themen praktisch ausprobieren können.

