Betonpfeiler des Haupttors, dahinter der erhaltene Wachturm des ehemaligen Sondermunitionslagers Dülmen-Visbeck

Tag des offenen Denkmals: Sondermunitionsdepot Dülmen-Visbeck öffnet alle Bunker

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Ein Gelände, das sonst nur auf Anfrage und im Rahmen von Führungen zugänglich ist, steht am Sonntag, 13. September 2026, von 11 bis 16 Uhr offen: Zum Tag des offenen Denkmals öffnet das ehemalige Sondermunitionsdepot in Dülmen-Visbeck seine Tore. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Anfahrt und was man wissen sollte

Der Eingang liegt am Haupttor, Dernekamp 40a, nahe der Kapelle Visbeck. Von der B474 zwischen Dülmen und Seppenrade ist das Gelände ausgeschildert. Parkplätze gibt es nur begrenzt an einem benachbarten Feldweg – mit dem Fahrrad ist die Anlage gut zu erreichen. Das Areal ist nicht barrierefrei; ein Toilettenwagen steht bereit.

Alle Gebäude und Bunker sind offen

Anders als vergleichbare Anlagen aus der Zeit des Kalten Krieges, die nach ihrer Aufgabe renaturiert oder überbaut wurden, ist das Depot in Visbeck weitgehend erhalten. An diesem Tag sind sämtliche Gebäude und Bunker zugänglich. Dazu kommen Exponate, ein Modell, digitale Rundgänge, Videoinstallationen, Objekte aus der militärischen Nutzung und eine kleine Ausstellung militärischer Fahrzeuge. Die Reservistenkameradschaft Dülmen versorgt die Besucher mit Erbsensuppe und Getränken.

Ehrenamtliche Guides sowie Mitglieder der Reservistenkameradschaft und des Fördervereins des Sondermunitionslagers beantworten Fragen zur Geschichte und zum Wandel der Anlage. Eingeladen haben die VHS Dülmen und der städtische Fachbereich Bauaufsicht und Denkmalschutz.

„Kein Freilichtmuseum“

„Das Gelände hat sich seit circa vier Jahren wirklich toll entwickelt und wird für unsere Führungen immer interessanter. Wir konnten viel originales Mobiliar und militärische Gegenstände aus der Zeit ergattern“, sagt VHS-Leiterin Dr. Marie Hologa. „Visbeck ist kein Freilichtmuseum, aber wir konnten es aus seinem Dornröschenschlaf zurückholen. Es ist ein spannender Lernort zu einer komplexen politischen Lage, die leider weiterhin relevant bleibt.“

Wer das Gelände lieber mit der Kamera erkundet: Die VHS Dülmen bietet dort auch eine Foto-Exkursion an.

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