Fünf Tage, zehn Teilnehmende und am Ende ein fahrender Roboter, der aufräumt: Im zdi-Schüler:innenlabor MINT-WERKSTATT haben Kinder und Jugendliche ab der 7. Klasse in den Ferien ihre eigenen Aufräumroboter entworfen, konstruiert, gebaut und programmiert.
Wer bei einem der nächsten Angebote mitmachen möchte, findet die Termine beim zdi-Netzwerk Kreis Coesfeld, das zum Regionalen Bildungsbüro gehört – nachzulesen auf der Seite des Regionalen Bildungsnetzwerks.
Vom CAD-Entwurf zum Korpus aus Acrylglas
Los ging es am Rechner: Die Jugendlichen konstruierten und individualisierten ihre Roboterarme per CAD, anschließend entstanden die Bauteile im 3D-Drucker. Auch für den Korpus waren sie selbst gefragt – sie erstellten die Dateien für den Lasercutter, der die benötigten Teile aus Acrylglas schnitt.
Löten, montieren, ein Auge aus dem Drucker
Der zweite Schwerpunkt lag auf der Elektrotechnik. Die Teilnehmenden führten Elektroinstallationen durch und löteten Bauteile an die Steuerplatine, darunter die Servomotoren, die später die Bewegungen des Roboters übernehmen. Montiert wurde alles auf eigens 3D-gedruckten Platten. Ein rundes, mit LEDs bestücktes Roboterauge aus dem Drucker gab jedem Modell ein eigenes Gesicht.
Die Software bleibt nach den Ferien nutzbar
Programmiert wurde in einer eigens für das Projekt entwickelten Umgebung. Weil diese Open Source ist, endet das Projekt nicht mit dem letzten Kurstag: Die Teilnehmenden können ihre Roboter zu Hause weiterprogrammieren und neue Funktionen ergänzen.
Wer die Gruppe angeleitet hat
Betreut wurde der Kurs von Informatiker Mario Pesch von der openSenseLab gGmbH aus Münster, dem selbstständigen Elektrotechnikermeister Andreas Schöler aus Lüdinghausen und dessen Auszubildendem Jonas Lüttmann. Neben der Technik ging es dabei auch um die zugehörigen Berufsbilder. Gefördert wurde das Ferienprojekt im Rahmen der vertieften Beruflichen Orientierung mit Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW und der Bundesagentur für Arbeit.

