Nach dem Saisonauftakt mit dem Bundesjugendorchester geht es am Mittwoch, 9. September, um 19:30 Uhr im Festspielhaus am Wall mit dem ersten Schauspiel der Saison weiter: „Das Feuerschiff“, Michael Uhls Adaption der Novelle von Siegfried Lenz.
Ein Kapitän zwischen Pflicht und Gewissen
Das Feuerschiff liegt fest verankert vor der Küste und weist vorbeifahrenden Schiffen den Weg durchs offene Meer. Für Kapitän Freytag und seine Mannschaft steht die letzte Wache bevor, das Schiff soll außer Dienst gestellt werden. Als die Besatzung ein in Seenot geratenes Boot mit drei Insassen entdeckt, nimmt Freytag die Schiffbrüchigen auf, bei denen es sich jedoch um eine bewaffnete Gangsterbande handelt, die versucht, das Kommando an sich zu reißen. Um den Eindringlingen zur Flucht zu verhelfen, soll Freytag das Feuerschiff von seiner Position abziehen, was zahllose vorbeifahrende Schiffe gefährden würde. Es entspinnt sich ein Machtkampf, in dem Freytag versucht, eine gewaltsame Auseinandersetzung zu verhindern, während seine Männer auf Gegenwehr drängen.
Die 1960 erschienene Novelle von Siegfried Lenz (1926–2014), der mit Werken wie „Deutschstunde“ und „Heimatmuseum“ zu den bedeutendsten Nachkriegsautoren zählt, verbindet einen spannungsgeladenen Stoff mit der Frage, wie weit ein Mensch für seine Verantwortung gehen darf. In den Hauptrollen sind Andreas Möckel als Kapitän Freytag sowie Simon Ahlborn, Anne Weise und Henryk Rościszewski zu sehen, Regie führt Michael Uhl.
Museums-Feuerschiff in Emden
Wer sich unabhängig vom Theaterstück für das Thema Feuerschiff interessiert, kann in Emden das Museums-Feuerschiff „Amrumbank / Deutsche Bucht“ besichtigen. Unter Deck ist ein Museum mit Original-Kammern und zahlreichen Exponaten eingerichtet.
Karten für „Das Feuerschiff“ gibt es beim Kulturevents-Emden-Ticketservice (Alter Markt 2a, Telefon 04921 871266), an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie online unter www.adticket.de.

