Die Gesamtschule Rhede wird „Schule der Zukunft“. Am 20. November überreicht Schulministerin Dorothee Feller den Rhedern bei einer Feierstunde in Münster offiziell diese Auszeichnung und ein Schild, das künftig auf das nachhaltige Engagement von Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen und Lehrern hinweisen wird. Die Einladung zu der Auszeichnung kam kurz vor den Sommerferien an der Gesamtschule an.
Tausch-Bar, E-Wast-Race und Second-Hand-Basar
Seit dem Schuljahr 2024/25 beschäftigt sich ein sechsköpfiges Team an der Gesamtschule mit dem Thema Nachhaltigkeit und damit, wie entsprechende Themen in den Schulalltag einfließen können. Unter dem Motto „Mission Nachhaltigkeit“ entstanden dabei mehrere Projekte: Bei einer Tausch-Bar können Schülerinnen und Schüler Dinge abgeben, die sie nicht mehr brauchen. Beim E-Wast-Race sammelten die Sechstklässler mehr als 1.000 ausrangierte Elektrokleingeräte zum Recyceln, bei einem Second-Hand-Basar für Abschlusskleider fanden mehr als 100 festliche Kleidungsstücke eine neue Besitzerin. Auch beim Wettbewerb „Jugend debattiert“ standen zukunftskritische Themen im Mittelpunkt.
„Auf die anstehende Auszeichnung als Schule der Zukunft sind wir schon stolz“, sagt Karolina Demandt, an der Gesamtschule federführend zuständig für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Nachhaltigkeit sei mehr als ein Unterrichtsthema, sondern „ein Herzstück unseres Schulprofils“. Wichtig sei, dass Schule nachhaltiges Handeln verinnerliche, so Demandt. Die Schülerinnen und Schüler seien dabei aktiv eingebunden: „Die haben wirklich tolle Ideen.“
Neue Klimakoffer für das laufende Schuljahr
Im gerade gestarteten Schuljahr können die Schülerinnen und Schüler zusätzlich zum Thema Klima experimentieren. Dank einer Spende stehen jetzt sechs Klimakoffer und sechs Wärmebildkameras bereit, mit denen komplexe Zusammenhänge des Klimawandels anschaulich vermittelt werden sollen. Die Ausstattung im Wert von rund 4.500 Euro stammt von einer gemeinsamen Spende der Volksbank Rhede sowie der Unternehmen Spaleck, Bresser und Herding.

„Die Klimakoffer eröffnen uns als Lehrkräften ganz neue Möglichkeiten, den Klimawandel nicht nur theoretisch zu behandeln, sondern für die Schülerinnen und Schüler konkret erfahrbar zu machen“, sagt Demandt. Naturwissenschaftliche Phänomene wie der Treibhauseffekt oder Veränderungen in der Atmosphäre lassen sich damit praxisnah untersuchen. Die Koffer sind fachübergreifend und in verschiedenen Jahrgangsstufen einsetzbar, sodass langfristig viele Lerngruppen davon profitieren können.

