Drei bedeutende Porträts aus dem Heimatmuseum Leer werden restauriert und damit für kommende Generationen bewahrt. Möglich macht das eine großzügige finanzielle Unterstützung der Hans-Heyo Prahm Stiftung.
Drei Gesichter aus der Leeraner Stadtgeschichte
Bei den Gemälden handelt es sich um die Porträts von Oncko von Rehden (1709–1776), seiner Tochter Gesina de Swinderen, geb. von Rehden (1742–1815), sowie deren Ehemann Abraham Quevellerius van Swinderen (1736–1808). Die Familie von Rehden spielte über rund 200 Jahre eine bedeutende Rolle in der Selbstverwaltung des Fleckens Leer. Die Porträts von Abraham und Gesina entstanden 1766, drei Jahre nach der Hochzeit des Paares in Leer, und stammen von Fridericus Carolus de Hosson.
Die Gemälde wurden in Anwesenheit von Günter Podlich (Vorsitzender) und Dr. Manfred Pühl (stellvertretender Vorsitzender) des Heimatvereins Leer sowie von Bernd Böke, Stiftungsvorstand der Hans-Heyo Prahm Stiftung, abgeholt und an die Restauratorin Ludmila Hensler von ART-Restauro in Rastede übergeben.
Sechs Wochen Arbeit pro Gemälde
Für die Restaurierung jedes einzelnen Gemäldes sind rund sechs Wochen vorgesehen. „Ziel einer Restaurierung ist es, die vorhandene Substanz behutsam zu sichern und die Werke in ihrem historischen Zusammenhang zu bewahren. Jedes Bild bringt dabei seine eigenen Herausforderungen mit sich“, erläutert Restauratorin Ludmila Hensler. Nach Abschluss sollen die drei Werke wieder im Heimatmuseum Leer präsentiert werden.
Zeugnisse der Familiengeschichte
„Diese drei Porträts sind weit mehr als historische Gemälde. Sie geben Einblick in die Lebenswelt bedeutender Leeraner Familien“, sagt Günter Podlich, Vorsitzender des Heimatvereins Leer. Die Hans-Heyo Prahm Stiftung fördert nach eigenen Angaben gezielt Projekte, die regionale Geschichte und kulturelles Erbe dauerhaft erhalten.

