Die Nachfrage nach Industriegütern aus Niedersachsen ist im Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8 Prozent gestiegen. Das meldet das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN). Während die Inlandsbestellungen um 1 Prozent zurückgingen, legte die Auslandsnachfrage um 17 Prozent zu.
Kräftiges Plus im Fahrzeugbau
Nach Gütergruppen verzeichnete die Nachfrage nach Investitionsgütern ein Plus von 6 Prozent, bei Verbrauchsgütern gab es dagegen ein Minus von 21 Prozent. Unter den umsatzstärksten Branchen legte vor allem der sonstige Fahrzeugbau kräftig zu (+68 Prozent), gefolgt von der Metallerzeugung und -bearbeitung (+16 Prozent) und dem Maschinenbau (+5 Prozent). Rückläufig entwickelten sich dagegen die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-3 Prozent) sowie die Herstellung von Metallerzeugnissen (-10 Prozent).
Deutliches Minus zum Vormonat
Im Vergleich zum Juni 2026 fiel die Gesamtnachfrage nach Industriegütern um 9 Prozent. Dabei gingen sowohl die inländischen Bestellungen (-12 Prozent) als auch die ausländischen Bestellungen (-6 Prozent) zurück. Bei den Vorleistungsgütern betrug das Minus 3 Prozent, bei den Investitionsgütern 12 Prozent.
Grundlage der preisbereinigten Zahlen ist die Wertsumme der im jeweiligen Berichtsmonat fest angenommenen Aufträge. Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse.

