Mit provokanten Sprüchen für die duale Ausbildung werben: Die IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim startet mit der Kampagne „Jetzt #Könnenlernen“ eine großformatige Plakataktion. Vom 4. bis 14. September 2026 hängen die Motive in Osnabrück sowie in den sieben Mittelzentren Bramsche, Melle, Georgsmarienhütte, Quakenbrück, Lingen, Meppen und Nordhorn.
Vorurteile provokant hinterfragt
Mit echten Azubis in natürlichem Umfeld und Headlines wie „Früher war alles besser. Sagt wer?“ oder „Willst du was werden, musst du erben. Sagt wer?“ stellen die Motive verbreitete Vorurteile bewusst infrage – und liefern über die Plakate hinweg gleich die Antworten samt Perspektiven durch Aus- und Weiterbildung. Ein QR-Code auf den Plakaten führt direkt zur Kampagnenseite #Könnenlernen.
„Die duale Ausbildung bietet viele Vorteile, etwa die hohe Praxisorientierung, eine Ausbildungsvergütung ab dem ersten Tag sowie gute Übernahmechancen in Zeiten des Fachkräftemangels“, sagt Juliane Hünefeld-Linkermann, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Aus- und Weiterbildung. Bundesweit stehen rund 250 Ausbildungsberufe zur Auswahl.
Weiterbildung als Alternative zum Studium
Die Kampagne richtet den Blick auch auf die Zeit nach der Ausbildung: IHK-Abschlüsse wie Geprüfter Fachwirt oder Geprüfter Industriemeister gelten als dem Bachelor gleichwertig. Bei der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim legen jährlich rund 1.450 Teilnehmende Prüfungen der Höheren Berufsbildung ab. Zudem suchen laut IHK mehr als 500.000 Unternehmen in Deutschland in den kommenden Jahren eine Nachfolge.
Nach der jüngsten DIHK-Erfolgsstudie Weiterbildung verdienen unter 20.000 befragten Absolventen rund 60 Prozent nach ihrer IHK-Fortbildungsprüfung mehr Geld als vorher, 57 Prozent haben einen größeren Verantwortungsbereich im Job.
Pia Buschmann, die aktuell den IHK-Lehrgang „Geprüfte Wirtschaftsfachwirtin“ absolviert, berichtet aus eigener Erfahrung: „Mir gefällt an der Weiterbildung, dass man viele Bereiche kennenlernt und das neue Wissen direkt in den beruflichen Alltag einbauen kann. Der Austausch motiviert und macht die anspruchsvollen Lernphasen sehr viel angenehmer.“

