Die Sommerpause in der Superbike-Weltmeisterschaft ist vorbei, und mit ihr endete auch die gute Form, die das ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team zuletzt in einem Test in Magny-Cours gezeigt hatte. Beim neunten Rennwochenende der Saison 2026 auf derselben Strecke lief es für Danilo Petrucci und Miguel Oliveira deutlich schwieriger als erhofft.
Schwacher Start in der Qualifikation
Schon in der Superpole zeigte sich, dass BMW das Potenzial aus dem Test nicht abrufen konnte: Petrucci qualifizierte sich nur auf Platz 18, Oliveira auf Platz 19. Von dort aus wurde jede Aufholjagd zum Kraftakt.
Sturz und Kampf am Samstag
Im ersten Hauptrennen, das nach einer roten Flagge neu gestartet werden musste, kam Petrucci auf Rang 13 ins Ziel. Für Oliveira endete der Tag vorzeitig, er stürzte im ersten Teil des Rennens und schied aus.
Sonntag mit kleinen Fortschritten
Am zweiten Renntag ging es etwas besser voran. Im Superpole Race arbeitete sich Oliveira von seiner schwachen Startposition um sieben Plätze nach vorn auf Rang 12, Petrucci wurde 16. Im zweiten Hauptrennen kamen beide erneut aus dem hinteren Feld: Petrucci fuhr auf Platz 12, Oliveira direkt dahinter, wurde aber nachträglich wegen Streckenabkürzens in Kurve 6 bestraft und auf Rang 15 zurückgestuft.
Stimmen aus dem Team
Teamchef Sven Blusch räumte ein, dass sich das Team schwertat, das Potenzial aus dem Test ins Rennwochenende zu übertragen, und kündigte eine genaue Analyse an. Technikdirektor Christian Gonschor nannte die gesunkenen Streckentemperaturen als einen Faktor, der das Grip-Niveau stärker beeinflusst habe als erwartet, und verwies zusätzlich auf die schwierige Ausgangslage nach der schlechten Superpole. Petrucci selbst sprach von einem Wochenende, an dem hartes Arbeiten am Ende nur zu Rang 12 gereicht habe, zeigte sich aber mit seiner konstanten Pace im zweiten Rennen zufrieden. Oliveira bezeichnete Magny-Cours als eines der bislang härtesten Wochenenden der Saison, sah aber im Superpole Race erste Anzeichen von zurückgewonnener Performance.
Wie es weitergeht
Nach der intensiven Analyse der Daten aus Frankreich richtet sich der Blick nun auf Cremona in Italien, wo vom 25. bis 27. September das zehnte Rennwochenende der Saison ausgetragen wird.
In der Fahrer-Weltmeisterschaft liegt Oliveira nach 27 von 36 Saisonrennen mit 107 Punkten auf Rang 11, Petrucci mit 55 Punkten auf Rang 16. Angeführt wird die Wertung weiterhin von Nicolò Bulega (Ducati) mit 553 Punkten. In der Hersteller-Wertung liegt BMW mit 143 Punkten auf Rang 4 hinter Ducati (558), Bimota (243) und Yamaha (147).

