Ein alarmierender Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag in Quakenbrück. Bei einem Einsatz wegen einer hilflosen Person entdeckten die Beamten in einer Wohnung gefährliche chemische Substanzen, die zu einer krankenhausbedingten Vorsichtsmaßnahme führten.
Polizeieinsatz in Quakenbrück
Am Sonntagnachmittag wurden Polizeibeamte in Quakenbrück zu einem Einsatz wegen einer hilflosen Person im Schwarzen Weg gerufen. Um 14:55 Uhr betraten die Beamten zusammen mit einem 33-jährigen Bewohner dessen Wohnung, in der sie sofort einen beißenden Geruch wahrnahmen. Der Fußboden war mit einer unbekannten Flüssigkeit bedeckt, was schnell besorgniserregend wurde. Da die Möglichkeit bestand, dass gesundheitsschädliche Dämpfe eingeatmet wurden, forderten die Polizisten die Feuerwehr an.
Evakuierung und Gefahrenermittlung
Die Feuerwehr traf kurz darauf ein und evakuierte vorsorglich zwei weitere Bewohner des betroffenen Gebäudes. Die Feuerwehrleute untersuchten den Gefahrenbereich und konnten die Substanz als chlorhaltiges Desinfektionsmittel identifizieren. Glücklicherweise wurden die beiden Polizeibeamten, die vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht wurden, mit dem Befund entlassen, dass keine Verletzungen der Atemwege festgestellt wurden.
Widerstand und Ermittlungen
Während der Einsatzkräfte arbeitete der 33-jährige Bewohner gegen die Polizeibeamten und störte die Sicherheitsmaßnahmen. Letztlich musste er überwältigt und in Polizeigewahrsam genommen werden. Ein Atemalkoholtest ergab mehr als drei Promille, woraufhin ihm auf richterliche Anordnung eine Blutprobe entnommen wurde. Nach Beendigung der Gefahrstoffmaßnahmen wurde die Wohnung für unbewohnbar erklärt, und die anderen Bewohner organisierten ihre Unterbringung eigenständig. Gegen den 33-Jährigen laufen nun Ermittlungsverfahren aus den Umständen der Freisetzung des Reinigungsmittels.

