Anzeige
Img728x90 neue standardbanner new tde 1742992361697
Dr. Andreas Philippi

Gesundheitsminister Philippi begrüßt geplante Tabaksteuererhöhung

Anzeige

Die Bundesregierung hat am Dienstag, 8. September, einen Gesetzentwurf zur Änderung des Tabaksteuergesetzes eingebracht. Er sieht vor, die Steuer auf Tabakprodukte über vier Jahre hinweg regelmäßig zu erhöhen, betroffen sind auch Feinschnitt, Pfeifentabak, erhitzter Tabak, Wasserpfeifentabak und Tabak-Substitute. Der niedersächsische Gesundheitsminister und diesjährige Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Dr. Andreas Philippi, begrüßt die geplante Änderung als „wichtigen Baustein für den Schutz der öffentlichen Gesundheit“, der die Raucherquote von Jugendlichen und Erwachsenen deutlich senken könne.

Lungenkrebs häufigste Krebstodesursache bei Männern in Niedersachsen

Philippi verweist zur Begründung auf die Krebsstatistik in Niedersachsen: Lungenkrebs ist dort die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern und die dritthäufigste bei Frauen, bei Männern zugleich die häufigste Krebstodesursache, bei Frauen die zweithäufigste. Viele dieser Erkrankungen ließen sich durch Verzicht auf das Rauchen vermeiden, so der Minister.

Kritik an fehlendem Rauchverbot in Autos

Der Minister fordert neben der Tabaksteuer ein ganzes Maßnahmenpaket, dazu zählten aus seiner Sicht auch ein Werbeverbot für Tabakprodukte und mehr Aufklärung über die Gefahren von Nikotin. Es sei ihm unverständlich, warum sich die Bundesregierung einem Rauchverbot in Autos verweigere, so Philippi. Niedersachsen hatte 2025 gemeinsam mit anderen Bundesländern im Bundesrat eine Initiative zur Änderung des Bundesnichtraucherschutzgesetzes eingebracht. Als Vorbild nennt der Minister Australien, wo hohe Tabaksteuern nachweislich zu einem geringeren Tabakkonsum geführt hätten.

Weniger jugendliche Raucher, E-Zigaretten bleiben beliebt

Nach Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben 83 Prozent der 12- bis 17-Jährigen noch nie geraucht, bei den 18- bis 25-Jährigen liegt dieser Anteil bei rund 47 Prozent. Der Anteil jugendlicher Raucherinnen und Raucher sank von 27,9 Prozent im Jahr 2001 auf inzwischen 6,4 Prozent. Weiterhin beliebt sind unter jungen Menschen Einweg-E-Zigaretten: Knapp 7 Prozent der 12- bis 17-Jährigen und 12 Prozent der 18- bis 25-Jährigen gaben laut BZgA an, ein solches Produkt in den vergangenen 30 Tagen konsumiert zu haben. Unter den 18- bis 25-Jährigen rauchten 2023 noch 33,6 Prozent der jungen Männer und 18,4 Prozent der jungen Frauen.

Weiterlesen

Jetzt den kostenlosen Regionalupdate-Newsletter abonnieren.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel