Rund um den Weltherztag am 29. September rückt die Initiative #GoRed der Healthcare Frauen (HCF) e.V. die Herzgesundheit von Frauen in den Fokus. Anlass ist eine Zahl aus der Forschung: Mehr als die Hälfte der Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen hängt mit fünf beeinflussbaren Risikofaktoren zusammen, wie eine 2023 im „New England Journal of Medicine“ veröffentlichte Studie zeigt.
Symptome bei Frauen werden oft zu spät erkannt
„Viele kardiovaskuläre Risikofaktoren lassen sich erkennen und behandeln, bevor schwere Erkrankungen entstehen“, sagt Dr. Leonie Uhl, Mit-Initiatorin von #GoRed. Nach wie vor würden Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen zu spät erkannt, unter anderem weil sich Symptome und Verläufe von denen bei Männern unterscheiden können.
Datenlücke zwischen Frauen und Männern in der Versorgung
Ein Grund dafür: Es fehlen bislang geschlechterspezifische Versorgungsdaten, um Unterschiede in Diagnostik und Behandlung systematisch zu erfassen. Gemeinsam mit der Forschungsdatenplattform Honic hat #GoRed deshalb 2026 erstmals anonymisierte Versorgungsdaten zur Versorgungslücke zwischen Frauen und Männern bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgewertet. „Was nicht gemessen wird, wird nicht gesehen“, sagt Dr. med. Vanessa Conin-Ohnsorge, Mit-Initiatorin von #GoRed.
Nächster Aktionstag am 5. Februar 2027
Der jährliche #GoRed Day findet 2027 am 5. Februar statt. An diesem Tag soll ein rotes Kleidungsstück oder Accessoire bundesweit auf das Thema Frauenherzgesundheit aufmerksam machen. Mehr Informationen zu Risikofaktoren und Vorsorge gibt es unter www.gored.info.

