Die Stadt Ahaus unterstützt das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen mit einem historischen Exponat. Ein Stempel des ehemaligen Amtes Wüllen soll künftig Teil der neuen Dauerausstellung in Düsseldorf werden, die ab Ende 2030 die demokratische Entwicklung des Landes dokumentiert.
Anfrage aus Düsseldorf erreicht die Stadtverwaltung
Vor einigen Wochen wandte sich die Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen an die Stadtverwaltung Ahaus. Hintergrund war die Suche nach historischen Objekten für eine neue Dauerausstellung, die ab Ende 2030 im geplanten Neubau des Hauses der Geschichte NRW in Düsseldorf gezeigt werden soll. Die Stiftung sammelt dafür gezielt Gegenstände, die die demokratische Entwicklung des Landes Nordrhein-Westfalen anschaulich machen.
Aus der Objektsammlung der Stadt Ahaus wurde nun ein Stempel des ehemaligen Amtes Wüllen ausgewählt. Das Amt Wüllen war eine kommunale Verwaltungseinheit, die vor der Eingliederung in die heutige Stadt Ahaus existierte. Der Stempel dokumentiert damit ein Stück Verwaltungsgeschichte, die eng mit der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen verbunden ist.
Bedeutung für die NRW-Geschichte
Mit der Bereitstellung des Objekts leistet die Stadt Ahaus einen Beitrag zur landesweiten Erinnerungskultur. Die neue Dauerausstellung im Haus der Geschichte NRW soll die Entstehung und Entwicklung des Landes nach dem Zweiten Weltkrieg nachzeichnen, einschließlich der zahlreichen kommunalen Umstrukturierungen, aus denen die heutigen Städte und Gemeinden hervorgegangen sind. Objekte wie der Amtsstempel aus Wüllen sollen dabei helfen, abstrakte Verwaltungsgeschichte für Besucherinnen und Besucher greifbar zu machen.
Die Stadtverwaltung Ahaus zeigte sich erfreut über die Anfrage der Stiftung und sieht darin eine Gelegenheit, die lokale Geschichte in einen größeren landesgeschichtlichen Zusammenhang einzuordnen. Wann genau der Stempel nach Düsseldorf überführt wird, ist derzeit noch offen, da sich der Neubau des Hauses der Geschichte NRW noch in der Planungsphase befindet.
Ausblick auf die Eröffnung
Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung ist frühestens für Ende 2030 vorgesehen. Bis dahin sammelt die Stiftung weiterhin Exponate aus verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens, um ein möglichst umfassendes Bild der Landesgeschichte zu zeichnen. Der Ahauser Stempel wird nach aktuellem Planungsstand einer von vielen kommunalen Beiträgen zur künftigen Ausstellung sein.

