Wie müssen Straßen und öffentliche Räume gestaltet sein, damit sich 8-jährige Kinder ebenso wie 80-jährige Menschen sicher und selbstständig bewegen können? Mit dieser Frage eröffnete Journalistin und Sachbuchautorin Dr. Kerstin Finkelstein am Mittwochabend, 16. September, in der Stadtbibliothek Rheine die Europäische Mobilitätswoche (EMW) 2026, die in diesem Jahr unter dem Motto „Mobilität für alle!“ steht.
In den Schuhen anderer unterwegs
Finkelstein, die unter anderem als Kolumnistin für die taz schreibt, verzichtete bei ihrem Vortrag „Zukunftsvision Mobilität“ bewusst auf, wie sie es selbst nannte, eine „Berliner Verkehrswendepredigt“. Stattdessen lud sie das Publikum ein, Mobilität aus der Perspektive unterschiedlicher Menschen zu betrachten. Als Maßstab schlug sie vor, Straßen und Wege so zu gestalten, dass sich sowohl 8-jährige Kinder als auch 80-jährige Menschen sicher, selbstständig und möglichst angstfrei bewegen können.
Bestehende Ansätze als Grundlage
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass es in Rheine bereits mehrere Ansätze und Aktivitäten rund um eine nachhaltige und sichere Mobilität gibt, die als Grundlage für weitere gemeinsame Schritte dienen können. Die Auftaktveranstaltung ist Teil des Programms zur Europäischen Mobilitätswoche 2026, das die Stadt gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern gestaltet hat. Unter dem Motto „Mitmachen – Mitfahren – Mitdenken“ laden die weiteren Veranstaltungen dazu ein, unterschiedliche Formen der Mobilität kennenzulernen und auszuprobieren.

