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Grüne Regentonne mit aufgesetzter Handpumpe und drei grünen Gießkannen im Garten (KI-generiertes Symbolbild)

Wasser ohne Strom: Die Handpumpe von WilTec im Praxistest

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Westenergie AG

Brunnen im Garten, Zisterne hinter der Scheune oder ein Teich am Grundstücksrand: Wer Wasser fördern will, denkt meist zuerst an eine elektrische Pumpe. Dass es auch ganz ohne Steckdose geht, zeigt die Wasserpumpe mit rostfreiem Stahlhebel von WilTec. Wir haben das Modell 51801 ausprobiert.

Ein Klassiker in moderner Ausführung

Schwengelpumpen gehörten auf vielen Höfen im Emsland, in der Grafschaft Bentheim und im Münsterland jahrzehntelang zum festen Bild. Mit dem Ausbau der Wasserleitungen verschwanden sie vielerorts, doch gerade im ländlichen Raum erleben sie eine kleine Renaissance. Der Grund liegt auf der Hand: Für die Gartenbewässerung muss nicht teures Leitungswasser fließen, wenn ein Brunnen oder eine Regenwasserzisterne vorhanden ist. Und nicht jeder Brunnen liegt dort, wo ein Stromanschluss zur Verfügung steht.

Hier setzt die Handpumpe des Eschweiler Herstellers WilTec an. Sie arbeitet rein mechanisch, also ausschließlich mit Muskelkraft. Laut Hersteller fördert sie bis zu 70 Liter pro Minute, was rund 4.200 Litern pro Stunde entspricht.

Kompakt, leicht und schnell montiert

Auffällig ist zunächst das geringe Gewicht. Mit gut einem Kilogramm und Abmessungen von etwa 25 mal 21 mal 21 Zentimetern ist die Pumpe deutlich handlicher als die gusseisernen Schwengelpumpen, die man von alten Hofstellen kennt. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, der Hebel aus rostfreiem Stahl. Gerade dieses Bauteil wird bei jedem Pumpvorgang beansprucht und ist Wind und Wetter ausgesetzt, entsprechend sinnvoll ist hier die Materialwahl.

Geliefert wird die Pumpe als einzelnes Gerät, Schlauch und Befestigungsmaterial gehören nicht dazu. Angeschlossen wird ein Saugschlauch mit 38 Millimetern Durchmesser, also 1 1/2 Zoll. Empfehlenswert ist ein formstabiler Spiralschlauch, denn ein gewöhnlicher Gartenschlauch zieht sich beim Ansaugen zusammen. Für einen sicheren Stand sollte die Pumpe auf einen festen Untergrund geschraubt werden, etwa einen Holzsockel, eine Bohle über dem Brunnenschacht oder einen stabilen Pfosten. Beim Pumpen wirken über den Hebel spürbare Kräfte, ein wackeliger Stand kostet Kraft und Nerven. Mit dem passenden Material ist der Aufbau für handwerklich halbwegs geübte Gartenbesitzer kein großer Aufwand.

Im Einsatz: So schlägt sich die Pumpe

Die Pumpe ist nicht selbstansaugend. Vor dem ersten Einsatz sollte sie deshalb mit etwas Wasser vorgefüllt werden, damit sich ein Unterdruck aufbauen kann und sie zuverlässig ansaugt. Danach genügen gleichmäßige Hebelbewegungen. Der Stahlhebel sorgt laut Hersteller für eine gute Kraftübertragung, sodass sich der Kraftaufwand in Grenzen hält.

Getestet haben wir die Pumpe in einem typischen Alltagsszenario. In unserer Mietwohnung gibt es außen keinen Wasseranschluss, das Gießwasser für die Pflanzen sammeln wir deshalb in grünen 200-Liter-Regentonnen. Bisher hieß das: Kanne eintauchen, schleppen, gießen. Mit der Handpumpe stellen wir die Gießkannen einfach vor die Tonne und pumpen das Regenwasser um. Das spart das mühsame Schöpfen und schont den Rücken, denn die Kanne muss nicht mehr über den Fassrand gehoben werden. Eine 10-Liter-Kanne ist bei normalem Pumptempo nach unserer Erfahrung in rund 20 Sekunden gefüllt, wer kräftiger pumpt, schafft es auch schneller. Für das Befüllen mehrerer Kannen hintereinander bleibt der Aufwand damit überschaubar. Gerade bei Regentonnen ist die Pumpe im Vorteil, denn die Saughöhe ist hier gering und liegt weit unter den vier Metern, für die sie ausgelegt ist.

Auch andere Nutzer berichten von guten Erfahrungen. Ein Käufer schreibt, die Pumpe sauge Wasser aus zwei Metern Tiefe über einen 40-Millimeter-Schlauch an, bei längerem Pumpen sei allerdings etwas Kraft gefragt. Das deckt sich mit dem, was man von einer Handpumpe erwarten darf: Für das Füllen einiger Gießkannen oder das Wässern von Beeten ist sie ideal, für die tägliche Bewässerung eines großen Rasens wird sie zur sportlichen Übung.

Wofür sich die Pumpe eignet

Der Hersteller nennt mehrere Einsatzbereiche. Neben der Gartenbewässerung aus Brunnen oder Teich lassen sich kleinere Brunnen, Zisternen und Teiche leer-, voll- oder umpumpen. Interessant ist die Pumpe außerdem für Kleingärten, Wochenendgrundstücke, Weiden mit Viehtränke oder Campingplätze, also überall dort, wo Wasser vorhanden ist, Strom aber fehlt.

Wichtig ist eine realistische Einschätzung der Grenzen. Laut Hersteller ist die Pumpe für eine Saughöhe von bis zu vier Metern ausgelegt. Für flache Brunnen, wie sie in unserer Region mit ihrem oft hohen Grundwasserstand verbreitet sind, reicht das in vielen Fällen aus. Bei tieferen Brunnen führt an einer Tiefbrunnenpumpe kein Weg vorbei. Gefördert werden sollte ausschließlich Wasser, aggressive oder brennbare Flüssigkeiten sind tabu.

Tipp für den Winter

Da die Pumpe dauerhaft im Freien steht, sollte sie vor dem ersten Frost entleert oder abgebaut werden. Restwasser im Pumpenkörper kann beim Gefrieren Dichtungen und Gehäuse beschädigen. Ein frostfreier Lagerplatz in Schuppen oder Garage verlängert die Lebensdauer deutlich.

Unser Fazit

Die WilTec Handpumpe ist eine einfache, robuste Lösung für alle, die Regen- oder Brunnenwasser ohne Stromanschluss nutzen möchten. Sie ist leicht, schnell montiert und verursacht im Betrieb keinerlei Energiekosten. Wer große Flächen täglich bewässern muss, wird mit einer elektrischen Pumpe bequemer fahren. Für Regentonnen, Gemüsebeete, Kleingärten oder abgelegene Grundstücke ist sie dagegen eine praktische und nachhaltige Ergänzung, und ein Stück Hofkultur obendrein.

Weitere Informationen zum Produkt gibt es direkt bei WilTec.

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