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Pressefoto zur neuen Neuroradiologie der EUREGIO-KLINIK in Nordhorn

EUREGIO-KLINIK baut Neuroradiologie auf: Landkreis fördert Schlaganfallversorgung mit 2,3 Millionen Euro

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Schlaganfallpatientinnen und -patienten mit Verschlüssen großer Hirngefäße müssen künftig nicht mehr aus der Grafschaft Bentheim verlegt werden: Die EUREGIO-KLINIK in Nordhorn baut eine eigene Sektion für Neuroradiologie auf und will dort ab Ende des ersten Quartals 2027 Thrombektomien durchführen. Der Landkreis Grafschaft Bentheim unterstützt das rund 4,5 Millionen Euro teure Projekt mit 2,3 Millionen Euro, der Kreistag stimmte dafür trotz angespannter Haushaltslage einstimmig.

Jede Minute zählt

„Time is brain“, sagt Chefarzt der Neurologie Priv.-Doz. Dr. Stefan Probst: Mit jeder Minute, in der ein Hirngefäß verschlossen bleibt, sterben nach seinen Angaben rund 1,9 Millionen Nervenzellen ab, bei insgesamt etwa 86 Milliarden Nervenzellen im menschlichen Gehirn. Bislang mussten Betroffene mit Verschlüssen großer Hirngefäße in spezialisierte Kliniken außerhalb der Grafschaft verlegt werden, etwa nach Meppen, Ibbenbüren oder Münster, was trotz enger Zusammenarbeit wertvolle Zeit kostete.

„Künftig können wir die gesamte Akutversorgung, von der Diagnose im CT bis zum Eingriff, unter einem Dach anbieten. Das spart wertvolle Minuten und verbessert die Behandlungschancen unserer Patienten erheblich“, erklärt Probst. Die Thrombektomie gilt seit großen internationalen Studien aus dem Jahr 2015 bei Verschlüssen großer Hirngefäße als der alleinigen Lysetherapie deutlich überlegen.

Mindestens ein Patient pro Woche

Geleitet wird die neue Sektion künftig von Mouhammed Korkin Omar, der bereits als Oberarzt an der EUREGIO-KLINIK tätig war und sich unter anderem am Alfried-Krupp-Krankenhaus Essen zum Facharzt für Neuroradiologie weitergebildet hat. „Bereits heute kommt durchschnittlich mindestens ein Patient pro Woche für eine Thrombektomie infrage. Zudem versorgt die EUREGIO-KLINIK ein großes Einzugsgebiet, das über die Grafschaft Bentheim hinausreicht“, sagt Omar. Herzstück der neuen Einheit wird ein Eingriffsraum mit Angiografie-System in unmittelbarer Nähe zu Notaufnahme und Computertomografie, eingerichtet in erweiterten Räumen der stationären Radiologie. Für Patienten der Radiologie ändert sich am regulären Untersuchungsbetrieb nichts.

Landrat Uwe Fietzek nennt die Investition einen großen Gewinn für die medizinische Versorgung der Grafschaft: „Wenn Schlaganfallpatientinnen und -patienten künftig direkt hier vor Ort behandelt werden können, kann das im Ernstfall entscheidend für ihren weiteren Lebensweg sein.“

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