Die Bundespolizei hat am Hauptbahnhof Osnabrück einen 27-jährigen Ukrainer festgenommen, gegen den ein Haftbefehl vorlag. Der Mann muss nun für sechs Monate ins Gefängnis. Auslöser der Kontrolle war ein Betrugsverdacht.
Kontrolle wegen Betrugsverdacht führt zu Festnahme
Am Donnerstagabend gegen 18:05 Uhr rief eine Zugbegleitung die Bundespolizei zu einem Regionalexpress, der im Hauptbahnhof Osnabrück hielt. Grund war ein Betrugsdelikt. Bei der Überprüfung der betroffenen Person stießen die Beamten auf weit mehr als erwartet: Gegen den 27-jährigen Ukrainer lagen ein Haftbefehl sowie zwei offene Aufenthaltsermittlungen vor.
Bewährung widerrufen – sechs Monate Haft
Der Mann war zuvor bereits mehrfach straffällig geworden. Die Justiz hatte ihn wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis in vier Fällen sowie wegen Trunkenheit im Verkehr verurteilt. Die Strafe wurde zunächst zur Bewährung ausgesetzt. Weil der 27-Jährige jedoch unbekannten Aufenthalts war und die Behörden ihn nicht erreichen konnten, widerrief die zuständige Staatsanwaltschaft die Bewährung und erließ Haftbefehl. Nun muss er für sechs Monate ins Gefängnis.
Neues Ermittlungsverfahren wegen Betrugs
Die Bundespolizisten nahmen den Mann direkt am Bahnhof fest und brachten ihn in eine Justizvollzugsanstalt. Der ursprüngliche Anlass der Kontrolle bleibt für ihn ebenfalls nicht folgenlos: Wegen des Betrugsverdachts, der die Beamten überhaupt erst auf ihn aufmerksam machte, leiteten die Behörden ein separates Strafverfahren ein. Der Fall zeigt, wie Routinekontrollen bei Bahnreisenden mitunter weitergehende Konsequenzen nach sich ziehen können, wenn im Hintergrund bereits offene Fahndungen bestehen.

